Hier finden Sie Informationen und Hinweise auf Termine und Veranstaltungen von Partnerbetrieben.
Käseseminar auf dem Biolandhof Rönshausen

Immer mehr Menschen möchten ihre Lebensmittel teilweise selbst herstellen oder interessieren sich für die Produktionsweisen. Auf dem Biolandhof Rönshausen können Sie wieder einen Einblick bekommen in die bäuerliche Milchverwertung.

Biolandhof Rönshausen lädt alle Interessierten zum Seminar „Wie und warum aus der Milch Käse wird - Das Handwerk der Käseherstellung" ein. 
 

Das letzte Seminar 2019 findet statt
am Samstag, den 19.Oktober von 10.00 bis 14.00 Uhr.
 

Unter kompetenter Anleitung können Sie Ihren eigenen Käse herstellen und erfahren dabei Vieles rund um die Ziegenhaltung, die Milch, den Käse und verschiedene Käsesorten.

Das Seminar dauert vier Stunden und beinhaltet eine Verkostung von hofeigener Ziegenmilch und Ziegenkäse sowie eine Hofführung.

An einem Seminar können bis zu 10 erwachsene Personen teilnehmen.
 

Anmeldungen und weitere Informationen sind zu erhalten unter:
Biolandhof Rönshausen-Schulbauernhof e.V.
Helmut Schönberger
Tel.06659-3287
hofgemeinschaft-roenshausen@t-online.de
www.biolandhof-roenshausen.de

20. Betrieb im Kreis macht mit bei Initiative ‚Bauernhof als Klassenzimmer‘
20. Betrieb im Kreis macht mit bei Initiative ‚Bauernhof als Klassenzimmer‘

Wie wohnt eigentlich die Kuh, woher kommt die Kartoffel und welchen Weg geht das Korn bis zum Brot? Den Bauernhof als außerschulischen Lernort entdecken und ihn in den Stundenplan aufnehmen – das ist der Gedanke der Initiative ‚Bauernhof als Klassenzimmer‘. Die Abteilung für den Ländlichen Raum Lahn-Dill und Gießen hat nun den 20. Partnerbetrieb in die Aktion aufgenommen. Ab sofort steht auch die Sonnenhof GbR in Greifenstein als Klassenzimmer für die Schülerinnen und Schüler im Lahn-Dill-Kreis bereit. „Das Wissen um den Ursprung der Nahrungsmittel und deren Produktionsweisen geht immer mehr verloren. Wir freuen uns sehr, dass wir einen positiven Zuwachs an landwirtschaftlichen Betrieben im Kreis haben, die ihren Bauernhof als Klassenzimmer anbieten“, sagt Umweltdezernent Heinz Schreiber.


Gemeinsam mit Margot Schäfer, der Leiterin der Abteilung für den Ländlichen Raum Lahn-Dill und Gießen hat er den Sonnenhof als Partnerbetrieb ausgezeichnet. Der Sonnenhof ist ein moderner Betrieb, der ökologische Milchviehhaltung mit einem automatisierten Melksystem betreibt. Knapp 100 Milchkühe geben durchschnittlich rund 3.000 Liter Milch pro Tag. Insgesamt leben 222 Kühe (Nachzucht) auf dem Hof. 170 Hektar Boden werden vom Betrieb bewirtschaftet, davon 45 Hektar Ackerland mit Mais, Getreide, Kleegras und Ackerbohnen. Margot Schäfer freut sich über den Zuwachs. Mit ihrem Team wolle sie das Netzwerk unter den Partnerbetrieben von ‚Bauernhof als Klassenzimmer‘ stärken und ausbauen. Auch die Weiterbildung sei ein wichtiger Aspekt: In regelmäßigen Abständen organisiert die Abteilung für den Ländlichen Raum deshalb Fortbildungen für die Landwirte, damit sie sich gut auf ihre Aufgabe als Partnerbetrieb vorbereiten können. Die nächsten seien für den kommenden Herbst geplant.


Landesinitiative ‚Bauernhof als Klassenzimmer‘


Wie die Kuh wohnt, und woher die Kartoffel kommt – das sind nur zwei von vielen Themen, mit denen sich Schüler beschäftigen, die über die hessenweite Initiative ‚Bauernhof als Klassenzimmer‘ landwirtschaftliche Betriebe in ihrer Region besuchen. Der Bauernhof wird in den Unterricht integriert und zum Lernort. Ziel ist es, jungen Menschen zu zeigen, wie der Alltag in einem landwirtschaftlichen Betrieb abläuft. Welche Arbeiten fallen auf dem Hof, im Stall und auf dem Feld an? Wie werden Tiere gehalten und aus welchem Korn werden Brot und Brötchen gebacken? Und das ist alles andere als langweilig: Die Kinder sollen erkunden, beobachten und gerne auch mal selbst mit anpacken. Je nach Jahrgangsstufe können auch Fragen wie ‚Welche Leistungen erbringt der Landwirt für Natur und Gesellschaft?‘ diskutiert werden.

Einmal Milchbauer sein – Mithelfen auf dem Milchviehbetrieb der Familie Schmidt in Ronneburg-Neuwied

Ab heute kann man sich für die Aktion „Mithelfen auf dem Milchhof“, mit der der Hanauer Anzeiger Kinderträume erfüllen will, bewerben. Die Aktion findet am Freitag, den 6. Juli, von 15 bis 18 Uhr auf dem Milchviehbetrieb der Familie Schmidt in Ronneburg-Neuwiedermuß statt. Bei dem Bauernhof, der Partner der Initiative „Bauernhof als Klassenzimmer“ und der „Hessischen Milch- und Käsestraße“ ist, handelt es sich um einen großer Betrieb mit 300 großen und kleinen Kühen. Zwei Gewinnerkinder dürfen mit einem Freund oder einer Freundin ausprobieren, wie es ist, ein Milchbauer zu sein: Dazu gehört es, die Kühe zu füttern, beim Melken zu helfen oder die Kälber zu tränken. Auch eine Schlepperfahrt steht auf dem Programm.

Bewerbungsschluss ist Montag, 18. Juni. Die Gewinner werden anschließend schriftlich benachrichtigt. Die An- und Abreise am Veranstaltungstag sowie Verpflegung erfolgt in Eigenregie. Bei allen Aktionen sollten Gewinnerkinder und Eltern stalltaugliche Kleidung tragen. Bewerberkinder sollten zwischen acht und zwölf Jahre alt sein.

Teilnahmebedingungen und weitere Informationen zur Aktion: www.hanauer.de/Kindertraeume2018

Hofbesuch bei Matthias Sauer
Acker von Matthias Sauer ist Klassenzimmer der Keltenwallschule

Achtung, fertig, los! Auf Kommando fliegen am Morgen auf dem Feld von Landwirt Matthias Sauer zwischen Horwieden und Margretenhaun Samenbomben durch die Luft. Dabei handelt es sich nicht etwa um ein militärisches Manöver, sondern um eine Aktion der Initiative „Bauernhof als Klassenzimmer“. Rund 70 Kinder der Keltenwallschule und die Vorschulklasse des Kindergartens von Margretenhaun sind zum Feld gekommen, um eine Blühwiese anzulegen.

Matthias Sauer, selbst Vater eines Drittklässlers, ist schon seit 2001
Partnerbetrieb der Initiative und ist mit großer Begeisterung dabei. Für die Aktion
hat er zwei Traktoren mitgebracht und die Erde schon etwas aufgelockert.
Nachdem die Kinder ihre am Vortag selbst aus Matsch und Samen
hergestellten Bomben losgeworden sind, fährt er mit dem Traktor über das Feld
und arbeitet sie ein. Gleichzeitig bringt er noch eine zusätzliche
Saatenmischung bestehend aus Ramtillkraut, Phacelia, Alexandrinerklee,
Rauhafer und Sonnenblumen ein. Diese sei bei Insekten besonders beliebt,
erklärt Christian Hartmann vom Kreisbauernverband, der ebenfalls
Projektpartner von „Bauernhof als Klassenzimmer“ ist.
Als nächstes lädt Sauer einen großen Sack Sonnenblumenkerne von seinem
Anhänger. Jedes Kind darf hineingreifen und sich eine Handvoll herausnehmen.
Dann laufen sie alle in mehreren Reihen über das Feld und säen sie aus. Ein
Highlight wartet aber noch auf die Kinder: Für die Klassenlehrerinnen der vier
Schulklassen hat Sauer sich etwas Besonderes einfallen lassen. Diese sollen
jeweils zu zweit auf dem anderen Traktor hinten Platz nehmen und mit Hilfe
eines Kartoffellegegeräts die Knollen unter die Erde bringen. Die meisten der
Kinder haben so etwas noch nie gesehen und feuern ihre Lehrerinnen vom
Feldrand aus an. Im Herbst ist geplant, die Kartoffeln gemeinsam mit den
Kindern zu ernten.
Zum Abschluss stellen die Kinder selbst gebastelte Schilder auf das Feld:
„Insektenwiese“, „Beobachtungswiese“, „Blühwiese“ und „Umweltschule“ ist
darauf zu lesen. Als solche lässt sich die Keltenwallschule derzeit bereits zum
vierten Mal zertifizieren. Die Auszeichnung muss alle zwei Jahre aufgefrischt
werden. In diesem Jahr hat sich die Schule die Themen „Artenvielfalt“ und
„Mobilität“ vorgenommen, erklärt Lehrerin Mechthild Schmitt und sich dafür mit
Matthias Sauer zusammengetan, der seine Ackerfläche aus Überzeugung zur
Verfügung stellt: „Die Kinder können jetzt das ganze Jahr zu ihrem Feld
kommen, den Blumen beim Wachsen zusehen und die Tiere beobachten, die
sich auf ihnen niederlassen.“
„Bei Bauernhof als Klassenzimmer geht es darum, Kindern die Möglichkeit zu
geben, Bauernhöfe als außerschulische Lernorte zu entdecken, ein realistisches
Bild von der Landwirtschaft zu bekommen und gleichzeitig zu erfahren, wo
unsere Lebensmittel herkommen“, erklärt Rieke Trittin, die die Initiative im
Landkreis Fulda koordiniert. Kreisweit gibt es 25 Partnerbetriebe mit
unterschiedlichen Schwerpunkten. „Für sein Engagement erhält jeder Landwirt
pro Besuch einer Schulklasse 100 Euro, bei Kindertagesstätten 50 Euro.
Außerdem stellt der Landkreis Projektordner bereit.“ Damit erhalten Betriebe,
Lehrkräfte sowie Erzieherinnen und Erzieher zielgerichtete Informationen zur
Vor- und Nachbereitung.

Das Projekt ist eine gemeinsame Initiative vom Hessischen Ministerium für
Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, dem Hessischen
Bauernverband und dem Hessischen Kultusministerium und seit 2001 fest im
Landkreis Fulda verankert.

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