Aktuelle Informationen

8. Hessischer Grundschultag sehr gut besucht
8. Hessischer Grundschultag sehr gut besucht

Fast 1.900 Schülerinnen und Schüler der 3. und 4. Klassen fanden sich Ende August auf Gut Neuhof in Dreieich-Götzenhain ein. Alle zwei Jahre wird dort der Hessische Grundschultag für Schulen aus dem gesamten Kreisgebiet vom Kreis Offenbach gemeinsam mit dem Amt für den ländlichen Raum Bad Homburg und der Stadt Dreieich veranstaltet. An mehr als 75 Stationen konnten die Kinder interessante und spannende Aktionen rund um Landwirtschaft, Ernährung, Umwelt und Forst erleben und die Hessische Milchkönigin Laura I. kennenlernen.

„Auch Kinder im ländlichen Raum wissen oft nicht, wie Milch produziert wird, wie Ferkel aufwachsen und woher das Getreide kommt“, erklärte Karsten Schmal, Präsident des Hessischen Bauernverbandes und Vorsitzender der Landesvereinigung Milch Hessen, auf dem Hofgut. Daher seien solche Veranstaltungen wichtig, um den Schülerinnen und Schülern die heimische Landwirtschaft näher zu bringen. Der Grundschultag im Kreis Offenbach könne für andere Kreise Vorbild sein, sagte Schmal.

Verschiedene Verbände und Organisationen beteiligten sich an der Veranstaltung und boten den rund 90 Schulklassen ein abwechslungsreiches Programm. Rund um das gesunde Frühstück ging es am Stand des Landfrauenverbandes Hessen: An einer Flockenquetsche wurden Haferflocken gequetscht, die die Kinder mit einem Rezept für ein Müsli mit nach Hause nehmen konnten. In der Fühlbox galt es, verschiedene Obst- und Gemüsesorten zu ertasten. Bei der Hessischen Landjugend stand das Getreide im Mittelpunkt. Die Dritt- und Viertklässler lernten die verschiedenen Getreidesorten kennen und konnten einen Schlepper mit Sämaschine anschauen und erfahren, wie das Getreide wächst. Zum Schluss wurde in einer Getreidemühle aus dem Korn Mehl gemahlen. Beim Kompetenzzentrum HessenRohstoffe des Landesbetriebs Landwirtschaft Hessen drehte sich alles um nachwachsende Rohstoffe und vor allem die Ölpflanzen: Die Schulkinder tauchten mit den Händen in ein Becken aus Rapskörnern und lernten nebenbei viel über die vielfältigen stofflichen und energetischen Verwendungsmöglichkeiten der heimischen Ölsaaten. An der Rapspresse wurde dann noch kräftig mit angepackt bei der Rapsölherstellung und der Presskuchen anschließend an die Hühner am Nachbarstand verfüttert – Reststoffverwertung ganz praktisch gelernt!

Für die Lehrkräfte gab es ergänzende Informationen und Anregungen für die Arbeit im Unterricht. Am Gemeinschaftsstand des Landesbetriebs Landwirtschaft Hessen und der Landesvereinigung Milch Hessen erhielten die Pädagogen eine Info-Tasche mit vielfältigen Unterrichtsmaterialien, unter anderem auch zur hessenweiten Initiative „Bauernhof als Klassenzimmer“.

Förderung für Schulmilch erhöht: Günstigere Preise für Schulen und Kindergärten
Seit 1. August können hessische Schulen und vorschulische Bildungseinrichtungen Schulmilch zu deutlich günstigeren Konditionen beziehen. Zum Schuljahresbeginn wurde in Hessen die Förderung für Milch, Joghurt, Quark und Käse, die im Rahmen des Europäischen Schulprogramms an Kinder und Jugendliche in Schulen und vorschulischen Bildungseinrichtungen abgegeben werden, erhöht und die Höchstverkaufspreise gesenkt.

Alle Produkte mit Schulmilch kosten jetzt weniger als im vorangegangenen Schuljahr. So sank zum Beispiel der Höchstverkaufspreis für Schulmilch im Kleingebinde (0,2 bis 0,25 Liter) um fünf Cent und liegt jetzt für konventionelle Milch bei 0,20 Euro, für Bio-Milch bei 0,30 Euro. Bei Milch im Großgebinde (1 Liter und mehr) gab es eine Absenkung um 15 Cent: Der Höchstverkaufspreis für fettarme Milch beträgt nun pro Liter 0,32 Euro für konventionelle Milch und 0,46 Euro für Bio-Milch. Für Vollmilch liegt der Preis bei 0,40 Euro für konventionelle Milch und 0,57 Euro für Bio-Milch. 


Eine Übersicht der aktuell gültigen Höchstverkaufspreise aller förderfähigen Schulmilchprodukte sowie ausführliche Informationen zur Schulmilchförderung in Hessen finden Sie auf der Homepage der Landesvereinigung Milch Hessen e.V., die in
Hessen Koordinationsstelle für Schulmilch ist: http://milchhessen.de/schumi_foerderung .

Die neue und die alte Hessische Milchkönigin
11. Hessische Milchkönigin kommt aus dem Landkreis Groß-Gerau

Laura Burger heißt die Hessische Milchkönigin für die Amtszeit 2018 bis 2020, die heute auf der Landesgartenschau in Bad Schwalbach in ihr Amt eingeführt wurde. Die 23-jährige Landwirtin kommt aus Trebur im Landkreis Groß-Gerau. Hier
bewirtschaften ihre Eltern gemeinsam mit ihrem Bruder einen Bauernhof mit Milchviehhaltung. Laura I., die seit Beendigung ihrer Ausbildung auf einem Milchviehbetrieb in Nauheim arbeitet und hier für die Versorgung der 80 Fleckviehkühe zuständig ist, übernimmt das Amt von Sarah I. aus Gudensberg im Schwalm-Eder-Kreis. Nach 752 Tagen als Hessische Milchkönigin zieht die Nordhessin eine positive Bilanz: „139 Termine mit tollen Menschen, die ich kennen lernen durfte, 139 Termine bei
denen ich Erfahrungen sammeln konnte, 139 Termine als Milchkönigin mit Spaß und Leidenschaft und keiner der 139 Termine war zu viel!“

Karsten Schmal dankte als Vorsitzender der Landesvereinigung Milch Hessen, die im Jahr 2000 das Amt der Milchkönigin ins Leben gerufen hat, Sarah für ihren Einsatz: „Unsere Erwartungen, die wir in Sarah als Hessische Milchkönigin gesetzt haben, wurden mehr als erfüllt.“ Sie habe es verstanden, beim Publikum Aufmerksamkeit für das Thema Milch zu wecken. Ob in Interviews mit Fernsehen, Hörfunk und Zeitungen oder auch im persönlichen Gespräch habe sie dazu beigetragen, das Verständnis für die Arbeit der Milchbauern zu verbessern. Durch ihre kompetente und freundliche Art sei es ihr gelungen, den Menschen die Milch als hochwertiges Lebensmittel näher zu bringen. Und so möchte auch Laura I. es ihrer Vorgängerin gleichtun und
Verbrauchern zeigen, wo die Milch herkommt und welche Bedeutung sie für uns hat. Sie freue sich auf ihre zweijährige Amtszeit, in deren Verlauf sie den Kontakt zu Verbrauchern suchen wolle: „Ich stehe
gerne Rede und Antwort, um den Menschen zu zeigen, wie unsere Tiere in einem modernen Stall leben. Ich möchte Verbrauchern erklären, wie wir Milch erzeugen und warum Milch ein wichtiges Lebensmittel ist.“ Auch wenn sie aus einer Gegend Hessens komme, wo Spargel, Sonderkulturen und Ackerbau das Landschaftsbild prägen, seien Kühe und die damit verbundene Arbeit doch schon immer ihre Leidenschaft. Der elterliche Kuhstall sei in ihrer Kindheit ihr Spielplatz gewesen. Und auch heute noch ist Laura gerne im Stall: Ihre liebste Tätigkeit sei das Melken. „Täglich für die Produktion eines der wichtigsten und hochwertigsten Lebensmittel verantwortlich zu sein und meinen Teil zur Ernährung der Gesellschaft beizutragen, gibt mir
ein unbeschreibliches Gefühl“, sagte die neu gekrönte Milchkönigin in ihrer ersten Ansprache. Direkt im Anschluss an die Krönung konnten die Besucher die neue Milchkönigin in Aktion erleben: Gemeinsam mit ihrer Vorgängerin Sarah I. schwang sie in der Showküche den Kochlöffel und trat im Wettmelken gegen Hessens ehemalige Milchhoheiten an. Dabei zeigte sie, dass sie Sarah, die in ihrer Amtszeit souverän das traditionelle Wettmelken auf dem Hessentag für sich entscheiden
konnte, in nichts nachsteht. Beide hatten am Ende der 30-sekündigen Melkzeit 420 Milliliter im Eimer.

BaK auf der Messe Wächtersbach
Bauernhof als Klassenzimmer auf der Messe Wächtersbach

„Bauernhof als Klassenzimmer“ (BaK) präsentierte sich im Mai auf der Messe Wächtersbach im Rahmen der landwirtschaftlichen Ausstellung mit Tierschau & Bauernmarkt. Am Gemeinschaftsstand des Landesbetriebs Landwirtschaft Hessen, des Regierungspräsidiums Gießen und der Landesvereinigung Milch Hessen e.V. gab es Informationen zur hessenweiten Initiative. LandwirtInnen, Lehrkräfte und ErzieherInnen hatten die Möglichkeit, den Ordner zur Initiative, der Hinweise zur Vor- und Nachbereitung von Besuchen auf landwirtschaftlichen Betrieben enthält, kostenlos zu bestellen. 

Ordner-Übergabe Bauernhof als Klassenzimmer
Realistisches Bild von der Landwirtschaft vermitteln

Im Rahmen des Regionaltreffens der Umweltschulen
hat Landrat Bernd Woide im Umweltzentrum den neu konzipierten
Projektordner „Bauernhof als Klassenzimmer“ an Vertreter der
Schulen und Landwirte überreicht. In dem Ordner erhalten
landwirtschaftliche Betriebe, Lehrkräfte sowie Erzieherinnen und
Erzieher zielgerichtete Informationen, um Besuche von Schulen und
Kindergärten auf Bauernhöfen vor- und nachzubereiten. Das Projekt
„Bauernhof als Klassenzimmer“ wird aus Kreismitteln unterstützt. Es
bietet Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit, hautnah zu
erleben, wo und wie Lebensmittel hergestellt werden und so ein
realistisches Bild von der Landwirtschaft zu bekommen. 

Weitere
Projektordner können beim Fachdienst Landwirtschaft der
Kreisverwaltung unter Telefon (0661)6006-746, E-Mail:
Rieke.Trittin@Landkreis-Fulda.de angefordert werden.

Milch- und Käsestraße Hessen
Hessische Milch- und Käsestraße erweitert Angebot

Seit einigen Jahren führt eine Etappe der Hessischen Milch- und Käsestraße durch den Landkreis Fulda und den Vogelsbergkreis. Nun konnte die Landesvereinigung Milch Hessen e.V. neun weitere Betriebe als neue Partner aufnehmen: Die Bauernhöfe erweitern mit Besichtigungen, Direktvermarktung über Milchautomaten oder mit ihrer Hofkäserei das Angebot der nun 26 Betriebe umfassenden Etappe. Sie ermöglichen Einblicke in die Erzeugung und Verarbeitung der Milch und laden zum Genießen regionaler Spezialitäten ein. Damit auch die neuen Partner der Hessischen Milch- und Käsestraße für Besucher leicht zu erkennen sind, erhielten sie gestern ein Hofschild mit dem Logo der Hessischen Milch- und Käsestraße, das sie als mitmachenden Betrieb ausweist. Karten Schmal, Vorsitzender der Landesvereinigung Milch Hessen e.V., freute sich, die Schilder zu überreichen und das überarbeitete Faltblatt der Etappe vorzustellen zu können, das gemeinsam mit den beiden Landkreisen Fulda und Vogelsberg sowie beiden Kreisbauernverbänden neu aufgelegt werden konnte. Weitere Informationen und kostenloser Download des aktualisierten Flyers ‚Rhön & Vogelsberg‘: www.milchhessen.de/pm02a-2018

Der gesundekids Apfeltag

Wir rufen alle Schulen auf, Äpfel zu sammeln – zum Essen, Lagern oder Weiterverarbeiten. IM AUGUST / SEPTEMBER / OKTOBER 2018


Und so geht’s:


• Planen Sie rechtzeitig Ihren „gesundekids Apfeltag“ in Ihren Schulkalender ein.
• Nehmen Sie mit einem Streuobstwiesen-Besitzer, Obstbauern oder Privatgartenbesitzer Kontakt auf.
• Holen Sie vor der Sammelaktion die Genehmigung durch die jeweiligen Eigentümer ein.
• Melden Sie Ihren gesundekids Apfeltag bei uns an unter: schaper@gesundekids.de
• Senden Sie Fotos und/oder Berichte von Ihrem gesundekids Apfeltag (z. B. Pflückaktion, gesammelte Äpfel,
gepresster Apfelsaft) zur Veröffentlichung auf der gesundekids Homepage an: schaper@gesundekids.de
Die ersten 20 Schulen, die Berichte und/oder Fotos von ihrem gesundekids Apfeltag eingereicht haben, erhalten
eine Unterstützung in Höhe von 100 €.

„Weitere Adressen von landwirtschaftlichen Betrieben, die Sie mit Ihrer Klasse oder Gruppen zum Thema Obst & Gemüse besuchen können, finden Sie hier https://bak.hessen.de/partnerbetriebe/die-suche-nach-einem-bauernhof/partnerbetriebe-nach-themenschwerpunkten/obst-gem%C3%BCse

Tag des offenen Hofes
„Tag des offenen Hofes“: Landwirtschaft zum Anfassen

Alle zwei Jahre wird bundesweit die Aktion „Tag des offenen Hofes“ veranstaltet. Bauernhöfe öffnen ihre Tore für Besucher und laden z.B. zu Hoffesten, Stallführungen oder Feldbegehungen ein. Verbraucher können hierbei die Landwirtschaft ihrer Heimat kennen lernen, erfahren, wie unsere Lebensmittel produziert werden und einen Einblick in das Leben und Arbeiten auf einem Bauernhof gewinnen.

Bei der Aktion handelt es sich um eine Gemeinschaftsinitiative des Deutschen Bauernverbandes, des Bundes der Deutschen Landjugend und des Deutschen Landfrauenverbandes mit den jeweiligen Landes- und Kreisorganisationen.

Landwirtschaftliche Betriebe, die sich am „Tag des offenen Hofes“ beteiligen, haben die Möglichkeit, kostenlos in der Internetplattform „Höfefinder“ auf ihre Aktion aufmerksam zu machen und ein Hofpaket mit Materialien zu bestellen.: http://www.hessischerbauernverband.de/

BZL-Jubiläumsaktion: Broschüren können kostenlos heruntergeladen werden

Gute Nachricht für all jene, die sich für eine der zahlreichen Publikationen des Bundesinformationszentrums Landwirtschaft (BZL) interessieren: Ab Mitte März bis zum Ende des Jubiläumsjahres 2018 können Hefte und Broschüren im BLE-Medienservice (www.ble-medienservice.de) kostenlos heruntergeladen werden.

Anlässlich seines einjährigen Jubiläums zog das BZL am 27. Februar in Bonn, gut ein Jahr nach dem Start, eine erste Zwischenbilanz. „Die Landwirtschaft wird in vielen Bereichen emotional diskutiert. Mit fundierten Daten kann das BZL gerade zu diesen Themen die Öffentlichkeit objektiv und wissensbasiert informieren“, zeigte sich Frank Lenz, Leiter des BZL, mit der Startphase zufrieden. 

Top-Themen des BZL waren im ersten Jahr das Tierwohl in der Nutztierhaltung sowie die neue Düngeverordnung. Zu dieser Neuregelung und ihren konkreten Auswirkungen gab es bei Praktikerinnen und Praktikern ein großes Informationsbedürfnis. Entsprechend groß war das Interesse an der BZL-Broschüre „Die neue Düngeverordnung“, die bereits über 6.500 Mal nachgefragt wurde. 

Ebenfalls auf positive Resonanz stieß der BZL-Newsletter, der inzwischen rund 3.000 Abonnenten monatlich mit interessanten Nachrichten aus dem gesamten Agrarbereich versorgt. In den sozialen Medien ist das Bundesinformationszentrum mit einem eigenen YouTube-Kanal mit etwa 50 Videos präsent. Aktuell sehr gefragt: eine Videoreihe mit Tipps zum Obstbaumschnitt. Allein Teil eins, der die Grundlagen des Obstbaumschnitts erläutert, wurde in den ersten fünf Monaten über 11.000 Mal aufgerufen. 

Weitere wichtige Meilensteine im ersten Jahr waren zwei neue Internetangebote: Mit www.praxis-agrar.de sollen Erkenntnisse aus Forschung und Modellprojekten für Landwirtinnen und Landwirte praktisch verwertbar dargestellt werden. Die Internetseite www.landwirtschaft.de macht Landwirtschaft für Verbraucherinnen und Verbraucher begreifbar und erklärt leicht verständlich und anschaulich, wie Landwirte arbeiten und Nahrungsmittel erzeugt werden.

Staffelstabübergabe beim Bundesforum für außerschulische Bildungsarbeit
Zum Abschluss der Amtsperiode von Wolfgang Arens an der Spitze vom „Bundesforum Lernort Bauernhof“ wurde dessen Wirken jetzt gewürdigt. Einst auf Vorschlag von i.m.a‐Geschäftsführer Patrik Simon in die Position als Vorsitzender gewählt, hat Arens jetzt die Verantwortung an Dr. Malte Bickel übergeben. Er kommt wie Arens aus Niedersachsen und leitet dort die Initiative „Transparenz schaffen“.

Patrik Simon stellte fest: „Wolfgang Arens hat zu einem bedeutenden Anteil dazu beigetragen, dass sich das Bundesforum Lernort Bauernhof trotz seiner heterogenen Zusammensetzung zu einem pluralistischen Gremium entwickelt hat, das auf den regelmäßigen Erfahrungsaustausch der Institutionen abzielt, die sich in diesem spannenden und sehr speziellen Kommunikationsbereich der Landwirtschaft engagieren.“ Simon nannte insbesondere die hohen pädagogischen Ansprüche
in der Bildungsarbeit und das stete Bemühen um die Qualifizierung der handelnden Personen als Alleinstellungsmerkmale des Expertengremiums, dessen Arbeit bisher maßgeblich von der Landwirtschaftlichen Rentenbank finanziert und vom i.m.a e.V. koordiniert wurde. „Es ist Persönlichkeiten wie Wolfgang Arens zu verdanken, dass sich das Forum in den zehn Jahren seit seiner Gründung stark gewandelt hat“, so Simon weiter. „Als Repräsentant der Geschäftsstelle dieses von uns installierten Gremiums freut es mich sehr, dass Herr Dr. Bickel nun den Vorsitz eines Gremiums übernimmt, das selbstbewusst auf eigenen Beinen steht.“ Der i.m.a‐Geschäftsführer erinnerte an die erfolgreiche Zusammenarbeit mit Wolfgang Arens auch außerhalb der Aktivitäten des Bundesforums. Auf Branchentreffen wie den Fachmessen „EuroTier“ und „Agritechnica“ habe Arens immer an der i.m.a‐Seite gestanden, wenn es darum ging, Schülern durch besondere Lehr‐ und Lernangebote Themen der Landwirtschaft zu vermitteln.
Arens‘ Nachfolger Dr. Malte Bickel als Vorsitzender vom „Bundesforum Lernort Bauernhof“ blickt auf eine umfassende theoretische Vorbildung als wissenschaftlicher Mitarbeiter der Universität Kassel im Gebiet des Agrar‐ und Lebensmittelmarketings zurück, wo er sich u.a. mit der Absatzanalyse von regionalen und fair gehandelten Öko‐Lebensmitteln beschäftigt hat. Mit „Transparenz schaffen“ organisiert Bickel zusammen mit weiteren regionalen Bildungsträgern in Niedersachsen und Bremen Bildungsveranstaltungen für Schüler in Betrieben der Land‐ und Lebensmittelwirtschaft. Anlässlich der Amtsübergabe betonte Simon ferner: „Außerschulische Bildungsarbeit in der Landwirtschaft erhält zunehmend Bedeutung, seit sich weite Teile der Bevölkerung immer mehr von der realen Arbeits‐ und Lebenswelt der Bauern entfernen. Ob anspruchsvolle pädagogische Konzepte oder kurzweilige Erlebnisangebote – kein Ort eignet sich dafür besser, als der Bauernhof.“

Bauernhof als Klassenzimmer auf der Land und Genuss
BaK präsentiert sich auf der "Land und Genuss"

Anne Naumann, Landfrau aus Nordhessen und "Das Dings vom Hof"-Erfinderin stellte auf der Showbühne das Konzept „Bauernhof im Klassenzimmer – Das Dings vom Hof“vor. Kleine Messebesucher errieten landwirtschaftliche Gegenstände und erfuhren, wie diese eingesetzt werden. Anne Naumann führte im vergangenen Jahr Schulungen zum Thema "Bauernhof als Klassenzimmer - Das Dings vom Hof" - angelehnt an die HR-Ratesendung "dings vom dach" - für Bäuerinnen und Agrar-Bürofachfrauen durch. Hier erfuhren die Teilnehmerinnen, wie sie landwirtschaftliche Themen bei Besuchen in Schulklassen anschaulich, altersgerecht und lebendig vorstellen können. Die Schulungen wurden mit Unterstützung des Hessischen Ministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz durchgeführt.  Joachim Diesner, HMUKLV und Mitglied der Arbeitsgruppe "Bauernhof als Klassenzimmer" berichtete auf der Showbühne über den Ansatz "Bauernhof im Klassenzimmer" und informierte über die hessenweite Initiative "Bauernhof als Klassenzimmer", die vor 18 Jahren ins Leben gerufen wurde.

Was kostet die Milch? So setzt sich der Preis zusammen

78 Cent zahlen Verbraucher seit 1. November beim Discounter Aldi Nord und anderen Discountern für einen Liter Vollmilch mit 3,5 % Fett inklusive Mehrwertsteuer von 5,1 Cent. Für Landwirte bleiben davon nur 36,5 Cent je Liter übrig. Das hat agrarheute auf Datengrundlage des ife-Instituts für Ernährungswirtschaft ermittelt.

Milchpreis: So viel bleibt beim Handel hängen

Die Handelsspanne des Lebensmitteleinzelhandels hat sich im Vergleich zu Mai 2016 erheblich erhöht. Das ife-Institut hat die Handelsspanne damals mit 6,4 Cent je Liter angegeben. Jetzt liegt der Wert bei 13 Cent je Liter. Der Handel muss davon unter anderem Lagerung und Logistik Handlingskosten Kühlung und eine Gewinnmarge decken. Die DSD-Entsorgungsgebühren für den Grünen Punkt schlagen zusätzlich mit 1,8 Cent je Liter zu Buche.

Milchpreis: So viel bleibt bei der Molkerei

Die Produktionskosten für die Verarbeitung von Rohmilch liegen bei dieser Berechnung im Schnitt bei 8,3 Cent je Liter. Folgende Kosten sind darin enthalten:

  • Energie
  • Wasser
  • Reinigungsmittel
  • Personal
  • Produktion
  • Abfüllanlagen

Die Verpackungskosten ergeben mit 8,5 Cent je Liter den größten Kostenposten. Enthalten ist hier die Kartonverpackung einschließlich Schraubdeckel und die Umverpackung für größere Gebinde. Die Kosten für Lagerhaltung und Logistik von der Molkerei hin zum Lager des Einzelhandels bei 2,5 Cent je Liter. Sogenannte Overheadkosten (Verwaltung, Marge) werden mit 0,6 Cent Liter angegeben.

Milchpreis: Das bleibt beim Landwirt

Berücksichtigt man die durchschnittlichen Transportkosten der Rohmilch vom Hof zur Molkerei (1,4 Cent) bleibt für den Milchbauern jetzt ein Betrag von 36,1 Cent je Liter Milch mit 3,5 % Fett übrig.

Quelle: agrarheute (www.agrarheute.com/tier/rind/78-cent-fuer-trinkmilch-so-setzt-preis-zusa...)

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