Aktion Gelbes Band

Die Aktion „Gelbes Band“ funktioniert ganz einfach: Obstbaumbesitzerinnen und -besitzer können ihre Bäume durch ein gelbes Band kennzeichnen und damit signalisieren: Hier darf kostenlos und ohne Rücksprache geerntet werden. Verbraucher:innen können so für den Eigenbedarf kostenlos Obst in ihrer Umgebung ernten und verwenden. Wer möchte, kann die heimische Ernte auch spenden: Wer seine Ernte spenden möchte, wendet sich am besten vorab an die Ansprechpartner der Tafel Hessen

Weitere Informationen

Projekt EinSichten in die Tierhaltung

Das Projekt EinSichten in die Tierhaltung, das die i.m.a 2011 ins Leben gerufen hat, will der Bevölkerung zeigen, wie Nutztiere in den landwirtschaftlichen Betrieben in Deutschland gehalten werden.
Bauernhöfe, die sich daran beteiligen, können bis zu 1.000 € für bauliche Maßnahmen, die der Öffentlichkeit eine Stalleinsicht ermöglichen (z.B. Fenster, Podeste, Webcams) erhalten. Zusätzlich werden die teilnehmenden Betriebe unterstützt mit Info-Tafeln, Flyern und weiteren Materialen.
Betriebe, die Besuchern Zutritt in den Schweine- oder Geflügelstall gewähren, erhalten auf Anfrage geeignete Schutzanzüge in angemessener Stückzahl.

Informationen auf der Hompage i.m.a.

Foto mit Huhn
Hühnermobil von Matthias Sauer aus Böckels

Ich wünscht ich wär´ ein Huhn…“. Auf diesen Gedanken kann man schon kommen, wenn man die Hühner von Matthias Sauer aus Böckels beobachtet. Diese liegen an dem sonnigen Nachmittag im kühlen Schatten und picken hier und da mal ein Körnchen. Der Landwirt hat in der letzten Woche ein zweites Hühnermobil in Betrieb genommen, um der steigenden Nachfrage an Freiland-Eiern gerecht zu werden.

 So sind zu den 100 Hühnern, welche seit letztem Jahr in dem ersten Hühnermobil leben, noch 250 Hühner dazu gekommen. Die Hühnermobile hat der Metallbau-Meister fachmännisch selbst gebaut. Sie bieten den Hühnern Sitzgelegenheiten für die Nacht, Futter- und Tränkeeinrichtungen sowie Nester, in denen die Hühner ungestört ihre Eier legen können. Jederzeit können die Hühner zudem über eine Treppe ins Freie gelangen, wo sie nach Lust und Laune picken, scharren und sich sonnen können. Die Technik des Hühnermobil sowie die Beleuchtung wird komplett mit klimafreundlichem Solarstrom bedient. Die Eier der Hühner werden im hofeigenen Selbstbedienungsladen angeboten. Dieser ist täglich von 8 bis 20 Uhr geöffnet. Hier gibt es zudem auch Wurst und Bauernhofeis von Landwirten aus der Region, sowie selbstgemachte Fruchtaufstriche und andere Leckereien, welche von Ehefrau Mareike Sauer selbst hergestellt werden. Das Sortiment wird durch Dekoideen und Blumenaccessoires abgerundet. „Wenn mal kurzfristig ein Geschenk benötigt wird, ist man hier genau richtig“, berichtet Christian Bug vom Ortsbeirat Margrethenhaun schmunzelnd. Er weist darauf hin, dass es im Ort Böckels mit seinen rund 240 Einwohnern sonst keine Einkaufsmöglichkeiten gibt. „Dass dies in so kurzer Entfernung und in solch hoher Qualität möglich ist, ist eine echte Bereicherung für den Ort“. Auch Sebastian Schramm, Geschäftsführer des Kreisbauernverbandes Fulda-Hünfeld e.V. freut sich, dass die Landwirtsfamilie, die den Betrieb schon in zweiter Generation im Nebenerwerb betreibt, mit so viel Leidenschaft die Landwirtschaft betreibt und auch, dass die nächste Generation mit Sohn Clemens schon in den Starlöchern steht. Doch nicht nur der Junior der Familie Sauer ist begeistert, wenn es um das Thema Landwirtschaft geht. So nimmt der Betrieb schon seit vielen Jahren an der Initiative „Bauernhof als Klassenzimmer“ teil und lädt Schulklassen zu sich auf den Hof ein. Hier können Hühnerhaltung und Kartoffelanbau hautnah miterlebt werden. „Es hinterlässt bei den Kindern einen bleibenden Eindruck, wenn sie erleben können wie Lebensmittel hergestellt werden“, so Rieke Trittin vom Fachdienst Landwirtschaft des Landkreises Fulda.
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Milch-Erlebnispfad Usseln - Familientour rund um die Landwirtschaft

Von Heustadl-Kino bis Kuhfladen-Trampolin: Der neue Themenwanderweg im Diemeltal lädt zu einer Entdeckungstour rund um Milch und Landwirtschaft ein. Auf dem 6 km langen Rundweg erwarten die Wanderer Naturerlebnisse und originelle Mitmach-Stationen. So kann man z.B. etwas über den Weg „vom Gras zur Milch“ erfahren und bei einem Wasserspiel erleben, wieviel Liter Wasser eine Kuh am Tag trinkt. Startpunkt ist die Tourist-Information in Usseln. Ab hier führt der Weg etwa dreieinhalb Stunden durch die Upländer Natur. Ein Quiz macht die Tour auf dem Milch-Erlebnispfad noch spannender. Kinder, die die Quiz-Fragen richtig beantwortet haben, können sich zum Schluss einen erfrischenden Preis im Muhseumscafé der Upländer Bauernmolkerei, dem Ziel der Wanderung, abholen. Weitere Informationen: www.milchpfad-usseln.de .

Neuauflage der Etappe ‚Waldeck-Frankenberg‘ der Hessischen Milch- und Käsestraße

Die erste Etappe der Hessischen Milch- und Käsestraße, die seit zehn Jahren durch den Landkreis Waldeck-Frankenberg führt, wird derzeit neu aufgelegt. Die Überarbeitung bietet Betrieben die Chance, sich als neue Partner in die Etappe aufnehmen zu lassen. Mitmachen können alle, die Verbrauchern die Möglichkeit bieten, das Thema Milch zu erleben (z.B. bei Hofführungen) oder die regionale Milch und Milchprodukte verkaufen (z.B. am Milchautomat oder im Hofladen) oder die bei ihrem Speisenangebot Wert auf regionale Milch und Milchprodukte legen (z.B. im Landgasthof oder Hofcafé). Milchviehhalter, Direktvermarkter, (Hof-)Molkereien, (Hof-)
Käsereien, Bauernhofcafés, Straußwirtschaften, Jausenstuben, Milchviehbetriebe, die Urlaub auf dem Bauernhof anbieten, oder auch Gastronomiebetriebe, die Interesse haben mitzumachen, sind aufgerufen, sich bei der Landesvereinigung zu melden. Nähere Informationen bei Petra Will, Tel.: 06172 / 7106-290, E-Mail: p.will@milchhessen.de, www.hessische-milch-und-kaesestrasse.de.

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24 landwirtschaftliche Betriebe öffnen sich als Klassenzimmer

HILDERS-BATTEN/NEUHOF (lr). Klassenzimmer unter freiem Himmel: Im Landkreis Fulda bieten 24 landwirtschaftliche Betriebe Kindern Einblick in den Alltag auf dem Bauernhof.

Neu in dem Projekt, das im Jahr 2000 im Landkreis Fulda etabliert wurde und durch den Fachdienst Landwirtschaft des Landkreises Fulda begleitet wird, sind der Hof der Familie Zentgraf in Batten und der Imkerverein Neuhof. Beide erhielten jetzt das Partnerschild durch Vizelandrat  Frederik Schmitt. 

Ob Haupt- oder Nebenerwerbler, Milchviehhalter, Ackerbauern oder Biogasanlagenbetreiber – sie alle zeigen Kindergarten- oder Schulkindern, was auf den Weiden, Wiesen, Äckern oder Stallungen getan werden muss, um wertvolle Lebensmittel zu produzieren.140 Gruppen erkunden jedes Jahr die Partnerbetriebe in der Region. „Schön, dass auch Sie jetzt dabei sind“, sagte Frederik Schmitt und machte deutlich, dass er den Lernort Bauernhof für wichtiger denn je erachtet. „Dieser Einblick in den Alltag des bäuerlichen Wirtschaftens ist viel mehr als das Erleben, wie Lebensmittel entstehen. Letztlich sind diese Erfahrungen die Basis für eine umfassende Umwelt- und Verbraucherbildung. Jedes Grundschulkind im Landkreis sollte einmal einen solchen Bauernhoftag erleben.“ Das unterstrichen auch Christian Hartmann vom Vorstand des Kreisbauernverbandes Fulda-Hünfeld und Rieke Trittin vom Landkreis Fulda.

Matthias Zentgraf präsentierte seinen Familienbetrieb, der im Wesentlichen zwei Standbeine hat: Die Zentgrafs bauen rund drei Hektar Kartoffeln an – mit zehn Sorten beliefern sie  Gastronomie und Einzelhandel. Zudem betreibt die Familie eine Schweinemast: 60 Schweine werden mit gedämpften Kartoffeln gefüttert. Auf diese Weise können alle Kartoffel-Abfälle verwertet werden.

Für den Imkerverein Neuhof nahm der zweite Vorsitzende, Udo Möller, das Hofschild entgegen. Die Imker verfügen in Neuhof seit kurzem über einen Lehrbienenstand. Zehn Bienenvölker und verschiedene Blühflächen stehen für die pädagogischen Führungen zur Verfügung. Die Themen reichen von den Aufgaben eines Imkers im Jahresverlauf über die Lebensweise der Bienen bis hin zu Produkten.

Auf dem Hof Zentgraf (von links): Frederik Schmitt, Celine, Matthias, Luis und Lisa Zentgraf, Christian Hartmann, Udo Möller und Rieke Trittin. Foto: Sebastian Mannert

 Neue Etappe der Hessischen Milch- und Käsestraße ‚Das Lahntal‘ eröffnet
Neue Etappe der Hessischen Milch- und Käsestraße ‚Das Lahntal‘ eröffnet

Nachdem vor 10 Jahren der Startschuss für die erste Etappe der Hessischen Milch- und Käsestraße im Landkreis Waldeck-Frankenberg fiel, konnte gestern die sechste Etappe durch die Landkreise Gießen, Lahn-Dill, Limburg-Weilburg und Marburg-Biedenkopf eröffnet werden. Im Rahmen der Eröffnungsfeier in der Hungener Käsescheune, einem der Partnerbetriebe der neuen Etappe ‚Das Lahntal‘, begrüßte Karsten Schmal, Vorsitzender der Landesvereinigung Milch Hessen e.V., 34 Bauernhöfe, (Hof-)Molkereien und -käsereien sowie (Hof-)Cafés und Gastronomiebetriebe als Partner der Hessischen Milch- und Käsestraße. Gemeinsam mit der Hessischen Milchkönigin Laura I. überreichte er die Partnerschilder an die beteiligten Betriebe.

Wie bei den bisherigen fünf Etappen gibt es auch für den Teilabschnitt ‚Das Lahntal‘ ein Faltblatt, das detailliert über alle Partnerbetriebe und deren Angebote informiert. Der Flyer enthält außerdem eine Übersichtskarte der Region, in die neben den Betriebsstandorten zertifizierte Rad- und Wanderwege eingezeichnet sind. Die Faltblätter aller Etappen können kostenlos bei der Landesvereinigung Milch Hessen e.V., die die Hessische Milch- und Käsestraße initiiert hat, bestellt oder unter www.hessische-milch-und-kaesestrasse.de heruntergeladen werden.

Bei der Eröffnungsfeier erhielten zwei Bauernhöfe neben dem Hofschild der Hessischen Milch- und Käsestraße auch das Partnerschild der hessenweiten Initiative „Bauernhof als Klassenzimmer“: Der Muschenheimer Weidehof aus Lich-Muschenheim im Landkreis Gießen und die Seelbacher Ziegenkäserei aus Lohra-Seelbach im Landkreis Marburg-Biedenkopf bieten für Schulklassen und Kindergärten Bauernhofbesuche an und gewähren als außerschulische Lernorte Einblicke in die Landwirtschaft. 

Neuer Verbraucher-Newsletter

Viele Verbraucherinnen und Verbraucher interessieren sich für die Herkunft von Lebensmitteln und wie sie produziert werden. Auch die Erwartungshaltung an die Landwirtschaft wächst stetig. Trotzdem haben nur wenige ein realistisches Bild davon, wie Landwirtinnen und Landwirte heute arbeiten. Mit einem neuen Verbraucher-Newsletter will das Bundesinformationszentrum Landwirtschaft (BZL) das Informationsbedürfnis zu aktuellen Themen der Landwirtschaft stillen und helfen, Wissenslücken zu schließen.

Ab dem 16. Oktober informiert der BZL-Verbrauchernewsletter monatlich über interessante Neuigkeiten aus der Landwirtschaft. Wie funktioniert Landwirtschaft heute, welche aktuellen Entwicklungen – von Glyphosat über Dürre bis hin zur Ferkelkastration – beschäftigen Landwirte und was bedeutet das für die Verbraucher? Landwirtschaftliche Themen werden einfach, verbrauchergerecht und neutral aufbereitet und verständlich präsentiert. Die Anmeldung ist hier möglich: BZL-Verbrauchernewsletter

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Der Newsletter gibt einen kompakten Überblick, präsentiert Zahlen und Fakten mit Aha-Effekt und gibt Verbraucherinnen und Verbrauchern Tipps, wo sie sich – online oder vor Ort – hautnah über Landwirtschaft informieren oder aktiv daran teilnehmen können. Denn wer mehr weiß, kann auch Lebensmittel und ihre Produktion mehr wertschätzen – und beim Einkauf zum Beispiel landwirtschaftliche Betriebe, die umweltverträglicher und tiergerechter wirtschaften, bewusst honorieren.

Der BZL-Newsletter ist damit eine Ergänzung zum Internetportal des BZL

Hintergrundinformation:

Das Bundesinformationszentrum Landwirtschaft (BZL) ist der neutrale und wissensbasierte Informationsdienstleister für den gesamten Agrarbereich.

Es entstand im Februar 2017 durch die Integration des ehemaligen aid infodienst e. V. (aid) in die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE). Das BZL befasst sich mit der Erhebung, Aufbereitung und Vermittlung von Daten und Informationen rund um das Thema Landwirtschaft – von Printpublikationen über Onlinedienste und Öffentlichkeitsarbeit bis hin zu Marktinformationen und Statistik. Ziel ist es, durch unabhängige und objektive Information ein besseres Verständnis moderner Landwirtschaft zu fördern und einen Beitrag zum gesellschaftlichen Dialog über Landwirtschaft zu leisten.

Tierwohl: Beeinflusst die moralische Haltung die Zahlungsbereitschaft der Konsumenten?

Welche Menschen sind es, die für höhere Tierwohl-Standards bereit sind, an der Supermarktkasse mehr für Eier und Fleisch zu zahlen? Erstmals haben Wissenschaftler der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) in einer Studie untersucht, ob und welche moralischen Haltungen beim Konsum zu Grunde liegen. Die überraschenden Ergebnisse: Es gibt einen großen Wertepluralismus in der Bevölkerung. Und es gibt zahlreiche Menschen, die zwar nichts zahlen wollen, sich aber dennoch um das Wohl von Tieren sorgen. Diese sehen aber vor allem die Politik in der Pflicht, in dieser Sache tätig zu werden und nicht den Konsumenten. Die Studie ist in der Fachzeitschrift "PLOS ONE" erschienen. Näheres hier: https://pressemitteilungen.pr.uni-halle.de/index.php?modus=pmanzeige&pm_id=2929

Förderung für Schulmilch erhöht: Günstigere Preise für Schulen und Kindergärten

Seit 1. August können hessische Schulen und vorschulische Bildungseinrichtungen Schulmilch zu deutlich günstigeren Konditionen beziehen. Zum Schuljahresbeginn wurde in Hessen die Förderung für Milch, Joghurt, Quark und Käse, die im Rahmen des Europäischen Schulprogramms an Kinder und Jugendliche in Schulen und vorschulischen Bildungseinrichtungen abgegeben werden, erhöht und die Höchstverkaufspreise gesenkt.

Alle Produkte mit Schulmilch kosten jetzt weniger als im vorangegangenen Schuljahr. So sank zum Beispiel der Höchstverkaufspreis für Schulmilch im Kleingebinde (0,2 bis 0,25 Liter) um fünf Cent und liegt jetzt für konventionelle Milch bei 0,20 Euro, für Bio-Milch bei 0,30 Euro. Bei Milch im Großgebinde (1 Liter und mehr) gab es eine Absenkung um 15 Cent: Der Höchstverkaufspreis für fettarme Milch beträgt nun pro Liter 0,32 Euro für konventionelle Milch und 0,46 Euro für Bio-Milch. Für Vollmilch liegt der Preis bei 0,40 Euro für konventionelle Milch und 0,57 Euro für Bio-Milch. 


Eine Übersicht der aktuell gültigen Höchstverkaufspreise aller förderfähigen Schulmilchprodukte sowie ausführliche Informationen zur Schulmilchförderung in Hessen finden Sie auf der Homepage der Landesvereinigung Milch Hessen e.V., die in
Hessen Koordinationsstelle für Schulmilch ist: http://milchhessen.de/schumi_foerderung .

Ordner-Übergabe Bauernhof als Klassenzimmer
Realistisches Bild von der Landwirtschaft vermitteln

Im Rahmen des Regionaltreffens der Umweltschulen hat Landrat Bernd Woide im Umweltzentrum den neu konzipierten Projektordner „Bauernhof als Klassenzimmer“ an Vertreter der Schulen und Landwirte überreicht. In dem Ordner erhalten
landwirtschaftliche Betriebe, Lehrkräfte sowie Erzieherinnen und Erzieher zielgerichtete Informationen, um Besuche von Schulen und Kindergärten auf Bauernhöfen vor- und nachzubereiten. Das Projekt „Bauernhof als Klassenzimmer“ wird aus Kreismitteln unterstützt. Es bietet Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit, hautnah zu erleben, wo und wie Lebensmittel hergestellt werden und so ein realistisches Bild von der Landwirtschaft zu bekommen. 
 

Weitere Projektordner können beim Fachdienst Landwirtschaft der Kreisverwaltung unter Telefon (0661)6006-746, E-Mail: Rieke.Trittin@Landkreis-Fulda.de angefordert werden.

Was kostet die Milch? So setzt sich der Preis zusammen

78 Cent zahlen Verbraucher seit 1. November beim Discounter Aldi Nord und anderen Discountern für einen Liter Vollmilch mit 3,5 % Fett inklusive Mehrwertsteuer von 5,1 Cent. Für Landwirte bleiben davon nur 36,5 Cent je Liter übrig. Das hat agrarheute auf Datengrundlage des ife-Instituts für Ernährungswirtschaft ermittelt.

Milchpreis: So viel bleibt beim Handel hängen

Die Handelsspanne des Lebensmitteleinzelhandels hat sich im Vergleich zu Mai 2016 erheblich erhöht. Das ife-Institut hat die Handelsspanne damals mit 6,4 Cent je Liter angegeben. Jetzt liegt der Wert bei 13 Cent je Liter. Der Handel muss davon unter anderem Lagerung und Logistik Handlingskosten Kühlung und eine Gewinnmarge decken. Die DSD-Entsorgungsgebühren für den Grünen Punkt schlagen zusätzlich mit 1,8 Cent je Liter zu Buche.

Milchpreis: So viel bleibt bei der Molkerei

Die Produktionskosten für die Verarbeitung von Rohmilch liegen bei dieser Berechnung im Schnitt bei 8,3 Cent je Liter. Folgende Kosten sind darin enthalten:

  • Energie
  • Wasser
  • Reinigungsmittel
  • Personal
  • Produktion
  • Abfüllanlagen

Die Verpackungskosten ergeben mit 8,5 Cent je Liter den größten Kostenposten. Enthalten ist hier die Kartonverpackung einschließlich Schraubdeckel und die Umverpackung für größere Gebinde. Die Kosten für Lagerhaltung und Logistik von der Molkerei hin zum Lager des Einzelhandels bei 2,5 Cent je Liter. Sogenannte Overheadkosten (Verwaltung, Marge) werden mit 0,6 Cent Liter angegeben.

Milchpreis: Das bleibt beim Landwirt

Berücksichtigt man die durchschnittlichen Transportkosten der Rohmilch vom Hof zur Molkerei (1,4 Cent) bleibt für den Milchbauern jetzt ein Betrag von 36,1 Cent je Liter Milch mit 3,5 % Fett übrig.

Quelle: agrarheute (www.agrarheute.com/tier/rind/78-cent-fuer-trinkmilch-so-setzt-preis-zusa...)

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