Befragung zum EU-Schulprogramm gestartet

Im Rahmen des Schulprogramms der Europäischen Union (EU) können Kinder und Jugendliche, die Schulen und vorschulische Bildungseinrichtungen besuchen, Milch und bestimmte Milchprodukte vergünstigt erhalten. Derzeit wird das EU-Schulprogramm in Hessen evaluiert, um das Programm weiter zu verbessern. Das Institut für Ernährungswissenschaft e.V. (ife) ist vom Hessischen Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz beauftragt, eine entsprechende Befragung durchzuführen. Nach den Herbstferien wurden zu diesem Zweck alle hessischen Schulen vom Hessischen Kultusministerium angeschrieben. Alle Schulen – unabhängig davon, ob sie Schulmilch anbieten oder nicht – sind aufgerufen, sich an der Befragung zu beteiligen und den ausgefüllten Fragebogen bis Mitte November an das ife-Institut zu übermitteln. In den nächsten Wochen wird der Fragebogen auch an die vorschulischen Bildungseinrichtungen versandt werden. Hier gilt dasselbe wie für die Schulen: Alle Einrichtungen werden gebeten, sich an der Umfrage zu beteiligen. Es spielt keine Rolle, ob die Einrichtung am EU-Schulprogramm teilnimmt. Neben Fragen zum Angebot von Milch und Milchprodukten in der Schule oder vorschulischen Bildungseinrichtung wird auch abgefragt, ob die Einrichtung im vergangenen Schuljahr 2018/2019 an Projekten der Ernährungsbildung, z.B. Besuch eines Bauernhofes, teilgenommen hat.
 

Neuauflage der Etappe ‚Waldeck-Frankenberg‘ der Hessischen Milch- und Käsestraße

Die erste Etappe der Hessischen Milch- und Käsestraße, die seit zehn Jahren durch den Landkreis Waldeck-Frankenberg führt, wird derzeit neu aufgelegt. Die Überarbeitung bietet Betrieben die Chance, sich als neue Partner in die Etappe aufnehmen zu lassen. Mitmachen können alle, die Verbrauchern die Möglichkeit bieten, das Thema Milch zu erleben (z.B. bei Hofführungen) oder die regionale Milch und Milchprodukte verkaufen (z.B. am Milchautomat oder im Hofladen) oder die bei ihrem Speisenangebot Wert auf regionale Milch und Milchprodukte legen (z.B. im Landgasthof oder Hofcafé). Milchviehhalter, Direktvermarkter, (Hof-)Molkereien, (Hof-)
Käsereien, Bauernhofcafés, Straußwirtschaften, Jausenstuben, Milchviehbetriebe, die Urlaub auf dem Bauernhof anbieten, oder auch Gastronomiebetriebe, die Interesse haben mitzumachen, sind aufgerufen, sich bei der Landesvereinigung zu melden. Nähere Informationen bei Petra Will, Tel.: 06172 / 7106-290, E-Mail: p.will@milchhessen.de, www.hessische-milch-und-kaesestrasse.de.

Fortbildung für Landwirtinnen und Landwirte war gut besucht

Auf großes Interesse stieß die Fortbildung „Pädagogik in der Bildungsarbeit von Bauernhof als Klassenzimmer“, die das Bildungsseminar Rauischholzhausen des Landesbetriebs Landwirtschaft Hessen in Kooperation mit der hessenweiten Initiative „Bauernhof als Klassenzimmer“ im Oktober veranstaltete. 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus ganz Hessen kamen auf dem Betrieb der Lebensgemeinschaft e.V. in Schlitz-Sassen zusammen, um sich darüber zu informieren, wie pädagogische Inhalte auf einem Bauernhof umgesetzt werden können.

Die Anwesenden erhielten einen Einblick in die Bildungsstandards und erfuhren, welche Anknüpfungspunkte der außerschulische Lernort Bauernhof für den Unterricht bietet. Die beiden Referentinnen Nina-Mareen Grenz vom Fachbereich Biologie der Universität Marburg, die auch als Referentin für Bildungsarbeit und Bauernhofpädagogik beim Kreisbauernverband Waldeck e.V. tätig ist, und Silke Vogel von der Bundesarbeitsgemeinschaft Lernort Bauernhof e.V. gaben viele praktische Tipps zur Bildungsarbeit auf dem Bauernhof. Ergänzt wurde das Programm durch Besichtigungen der Bereiche Landwirtschaft und Gärtnerei der Lebensgemeinschaft.

x
24 landwirtschaftliche Betriebe öffnen sich als Klassenzimmer

HILDERS-BATTEN/NEUHOF (lr). Klassenzimmer unter freiem Himmel: Im Landkreis Fulda bieten 24 landwirtschaftliche Betriebe Kindern Einblick in den Alltag auf dem Bauernhof.

Neu in dem Projekt, das im Jahr 2000 im Landkreis Fulda etabliert wurde und durch den Fachdienst Landwirtschaft des Landkreises Fulda begleitet wird, sind der Hof der Familie Zentgraf in Batten und der Imkerverein Neuhof. Beide erhielten jetzt das Partnerschild durch Vizelandrat  Frederik Schmitt. 

Ob Haupt- oder Nebenerwerbler, Milchviehhalter, Ackerbauern oder Biogasanlagenbetreiber – sie alle zeigen Kindergarten- oder Schulkindern, was auf den Weiden, Wiesen, Äckern oder Stallungen getan werden muss, um wertvolle Lebensmittel zu produzieren.140 Gruppen erkunden jedes Jahr die Partnerbetriebe in der Region. „Schön, dass auch Sie jetzt dabei sind“, sagte Frederik Schmitt und machte deutlich, dass er den Lernort Bauernhof für wichtiger denn je erachtet. „Dieser Einblick in den Alltag des bäuerlichen Wirtschaftens ist viel mehr als das Erleben, wie Lebensmittel entstehen. Letztlich sind diese Erfahrungen die Basis für eine umfassende Umwelt- und Verbraucherbildung. Jedes Grundschulkind im Landkreis sollte einmal einen solchen Bauernhoftag erleben.“ Das unterstrichen auch Christian Hartmann vom Vorstand des Kreisbauernverbandes Fulda-Hünfeld und Rieke Trittin vom Landkreis Fulda.

Matthias Zentgraf präsentierte seinen Familienbetrieb, der im Wesentlichen zwei Standbeine hat: Die Zentgrafs bauen rund drei Hektar Kartoffeln an – mit zehn Sorten beliefern sie  Gastronomie und Einzelhandel. Zudem betreibt die Familie eine Schweinemast: 60 Schweine werden mit gedämpften Kartoffeln gefüttert. Auf diese Weise können alle Kartoffel-Abfälle verwertet werden.

Für den Imkerverein Neuhof nahm der zweite Vorsitzende, Udo Möller, das Hofschild entgegen. Die Imker verfügen in Neuhof seit kurzem über einen Lehrbienenstand. Zehn Bienenvölker und verschiedene Blühflächen stehen für die pädagogischen Führungen zur Verfügung. Die Themen reichen von den Aufgaben eines Imkers im Jahresverlauf über die Lebensweise der Bienen bis hin zu Produkten.

Auf dem Hof Zentgraf (von links): Frederik Schmitt, Celine, Matthias, Luis und Lisa Zentgraf, Christian Hartmann, Udo Möller und Rieke Trittin. Foto: Sebastian Mannert

Weltschulmilchtag

Im Rahmen des EU-Schulprogramms werden Bauernhofbesuche gefördert

Am 25. September findet der 20. Weltschulmilchtag statt. Seit dem Jahr 1999 wird der „World School Milk Day“ auf Initiative der Welternährungsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) jeweils am letzten Mittwoch im September weltweit gefeiert mit dem Ziel, auf die Wichtigkeit von Milch in der Ernährung von Kindern und Jugendlichen hinzuweisen. Aufgrund der gesundheitlichen Bedeutung von Milch speziell für Kinder fördert die Europäische Union (EU) seit Jahren die vergünstigte Abgabe von Milch in Schulen und vorschulischen Bildungseinrichtungen im Rahmen des EU-Schulprogramms. Einrichtungen, die Schulmilch beziehen können übrigens für Fahrtkosten, die beim Besuch eines Bauernhofs entstehen, eine Kostenübernahme beantragen.

Weitere  Informationen

 Neue Etappe der Hessischen Milch- und Käsestraße ‚Das Lahntal‘ eröffnet
Neue Etappe der Hessischen Milch- und Käsestraße ‚Das Lahntal‘ eröffnet

Nachdem vor 10 Jahren der Startschuss für die erste Etappe der Hessischen Milch- und Käsestraße im Landkreis Waldeck-Frankenberg fiel, konnte gestern die sechste Etappe durch die Landkreise Gießen, Lahn-Dill, Limburg-Weilburg und Marburg-Biedenkopf eröffnet werden. Im Rahmen der Eröffnungsfeier in der Hungener Käsescheune, einem der Partnerbetriebe der neuen Etappe ‚Das Lahntal‘, begrüßte Karsten Schmal, Vorsitzender der Landesvereinigung Milch Hessen e.V., 34 Bauernhöfe, (Hof-)Molkereien und -käsereien sowie (Hof-)Cafés und Gastronomiebetriebe als Partner der Hessischen Milch- und Käsestraße. Gemeinsam mit der Hessischen Milchkönigin Laura I. überreichte er die Partnerschilder an die beteiligten Betriebe.

Wie bei den bisherigen fünf Etappen gibt es auch für den Teilabschnitt ‚Das Lahntal‘ ein Faltblatt, das detailliert über alle Partnerbetriebe und deren Angebote informiert. Der Flyer enthält außerdem eine Übersichtskarte der Region, in die neben den Betriebsstandorten zertifizierte Rad- und Wanderwege eingezeichnet sind. Die Faltblätter aller Etappen können kostenlos bei der Landesvereinigung Milch Hessen e.V., die die Hessische Milch- und Käsestraße initiiert hat, bestellt oder unter www.hessische-milch-und-kaesestrasse.de heruntergeladen werden.

Bei der Eröffnungsfeier erhielten zwei Bauernhöfe neben dem Hofschild der Hessischen Milch- und Käsestraße auch das Partnerschild der hessenweiten Initiative „Bauernhof als Klassenzimmer“: Der Muschenheimer Weidehof aus Lich-Muschenheim im Landkreis Gießen und die Seelbacher Ziegenkäserei aus Lohra-Seelbach im Landkreis Marburg-Biedenkopf bieten für Schulklassen und Kindergärten Bauernhofbesuche an und gewähren als außerschulische Lernorte Einblicke in die Landwirtschaft. 

Präsentation der Ergebnisse „Bauernhof als Klassenzimmer - ethnographische Analysen“

An der Justus-Liebig-Universität in Gießen in Kooperation mit der hessenweiten Initiative „Bauernhof als Klassenzimmer“ wurde ein Seminar mit Lehramtsstudierenden umgesetzt, das sich mit dem Bauernhof als außerschulischem Lernort befasste. Im Rahmen des Seminars „Bauernhof als Klassenzimmer - ethnographische Analysen“ haben Studierende, natur- und tiergestützte Bildungsprozesse auf dem Bauernhof ethnographisch, d.h. durch Beobachtung, analysiert und zu diesem Zweck in Kleingruppen an Besuchen von Schulklassen und Kindergruppen auf Bauernhöfen teilgenommen.

Die Ergebnisse des Seminars wurden am 29.06.2019 am Philosophikum II der JLU Gießen durch die Lehramtsstudierenden vorgestellt.

Weitere Informationen werden später bekannt gegeben.

Kontakt:

Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut für Soziologie
Professur für Soziologie mit Schwerpunkt Sozialisation und Bildung
Dr. Katharina Ameli
Tel.: 0641 /99-23211 oder -38755
E-Mail: Katharina.Ameli@erziehung.uni-giessen.de

Bauernhof als Klassenzimmer auf der Fachtagung des Ganztagsschulverbandes
Bauernhof als Klassenzimmer bei der Fachtagung des Ganztagsschulverbandes

Bei der Fachtagung des Ganztagsschulverbandes - Landesverband Hessen in Marburg informierte die Landesvereinigung Milch Hessen über den Bauernhof als außerschulischen Lernort für die Ernährungsbildung und gab Tipps für einen Bauernhofbesuch. Die Teilnehmenden hatten die Möglichkeit, kostenlos Unterrichtsmaterialien zur Ernährungs- und Agrarbildung mitzunehmen und sich über das Projekt "Bauernhof als Klassenzimmer" zu informieren.

Landwirtschaft und Klimaschutz bei Hofführungen innerhalb von BaK

Der Klimawandel ist für unsere heutige Gesellschaft eine der zentralen Herausforderungen. Seine Auswirkungen betreffen unsere Umwelt genauso wie uns Menschen. Daher ist klimabewusstes Handeln auf allen Ebenen – in der Lebensmittelproduktion genauso wie bei deren Verbrauch - wichtig, um positiv auf den Klimawandel Einfluss zu nehmen.
 

Aus diesem Grund wurde im März 2017 von der Hessischen Landesregierung der „Integrierte Klimaschutzplan Hessen 2025“ (iKSP) auf den Weg gebracht, bei dem die Klimabildung als prioritäre Maßnahme aufgenommen wurde. Sie soll als Querschnittsaufgabe in allen Bereichen des Klimaschutzes und der Klimawandelanpassung Beachtung finden. Dabei ist es wichtig, Zusammenhänge und Wirkungen des eigenen Handelns zu verdeutlichen. Gerade bei Kindern und Jugendlichen kann hier ein Verantwortungsbewusstsein aufgebaut werden. Landwirtschaftliche Betriebe können als außerschulische Lernorte dazu beitragen, das oftmals diskutierte Thema Landwirtschaft und Klimaschutz gerade bei ihren BaK-Angeboten anzusprechen, um Kindern und Jugendlichen die Gesamtzusammenhänge be“greiflich“ zu machen.

Die Hessische Landesregierung will Sie als Landwirtinnen und Landwirte dazu ermutigen, Kindern und Jugendlichen, die zu Ihnen auf den Betrieb kommen, leicht und verständlich zu erklären, wie sie als zukünftige Verbraucherinnen und Verbraucher das Klima beeinflussen können und welche Chancen sich hieraus ergeben. Stichworte wie Regionalität, Saisonalität und natürliche Standortbedingungen lassen sich vereinfacht schon den Kleinsten vermitteln.
 

Und wie genau können Sie das umsetzen?
 

Im Rahmen des iKSP 2025 stellt das Land Hessen Fördergelder für Fortbildungen zum Thema Landwirtschaft und Klimaschutz und deren Umsetzung auf dem eigenen Betrieb im Sinne einer Bildung für nachhaltige Entwicklung und zur Durchführung von Hofführungen bereit. Diese Schulung und das Erstellen eines Konzeptpapiers für die Umsetzung auf dem eigenen Betrieb ist Voraussetzung, um eine finanzielle Förderung für Hofbesuche (pro Hofbesuch erhalten landwirtschaftliche Betriebe 100 Euro, Höchstfördersatz 4.000 Euro) im Rahmen des iKSP 2025 beantragen zu können. Landwirtinnen und Landwirte, die die Schulung bereits 2017 besucht haben, können das ihnen bereits zugesandte Konzeptpapier direkt einreichen.
 

Für die organisatorische Abwicklung dieser Maßnahme ist seit dem 01. Januar 2019 Ansprechpartner:

Hessischer Bauernverband e.V.
Frau Dr. Miriam Bienau
Taunusstraße 151
61381 Friedrichsdorf
Tel.: 06172 – 7106196
E-Mail: m.bienau@agrinet.de
 

Voraussetzungen für die Förderung sind:

  1. Antragsteller kann jeder landwirtschaftliche Betrieb in Hessen sein
  2. Teilnahme an einer BaK-Klimaschutz-Schulung
  3. Einreichung eines Konzepts an den Hessischen Bauernverbands
     

Wenn diese Voraussetzungen erfüllt sind, erhalten Sie vom Hessischen Bauernverband die Antragsformulare für die Beantragung von Fördermitteln. Alle weiteren Details zu den Antrags- und Fördermodalitäten erhalten Sie in der Fortbildung selbst.
 

Die Fortbildung ist für hessische BaK-Partnerbetriebe kostenlos.

 

Weitere Fortbildungen finden im Laufe des Jahres statt.
 

Neuer Verbraucher-Newsletter

Viele Verbraucherinnen und Verbraucher interessieren sich für die Herkunft von Lebensmitteln und wie sie produziert werden. Auch die Erwartungshaltung an die Landwirtschaft wächst stetig. Trotzdem haben nur wenige ein realistisches Bild davon, wie Landwirtinnen und Landwirte heute arbeiten. Mit einem neuen Verbraucher-Newsletter will das Bundesinformationszentrum Landwirtschaft (BZL) das Informationsbedürfnis zu aktuellen Themen der Landwirtschaft stillen und helfen, Wissenslücken zu schließen.

Ab dem 16. Oktober informiert der BZL-Verbrauchernewsletter monatlich über interessante Neuigkeiten aus der Landwirtschaft. Wie funktioniert Landwirtschaft heute, welche aktuellen Entwicklungen – von Glyphosat über Dürre bis hin zur Ferkelkastration – beschäftigen Landwirte und was bedeutet das für die Verbraucher? Landwirtschaftliche Themen werden einfach, verbrauchergerecht und neutral aufbereitet und verständlich präsentiert. Die Anmeldung ist hier möglich: BZL-Verbrauchernewsletter

.

Der Newsletter gibt einen kompakten Überblick, präsentiert Zahlen und Fakten mit Aha-Effekt und gibt Verbraucherinnen und Verbrauchern Tipps, wo sie sich – online oder vor Ort – hautnah über Landwirtschaft informieren oder aktiv daran teilnehmen können. Denn wer mehr weiß, kann auch Lebensmittel und ihre Produktion mehr wertschätzen – und beim Einkauf zum Beispiel landwirtschaftliche Betriebe, die umweltverträglicher und tiergerechter wirtschaften, bewusst honorieren.

Der BZL-Newsletter ist damit eine Ergänzung zum Internetportal des BZL

Hintergrundinformation:

Das Bundesinformationszentrum Landwirtschaft (BZL) ist der neutrale und wissensbasierte Informationsdienstleister für den gesamten Agrarbereich.

Es entstand im Februar 2017 durch die Integration des ehemaligen aid infodienst e. V. (aid) in die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE). Das BZL befasst sich mit der Erhebung, Aufbereitung und Vermittlung von Daten und Informationen rund um das Thema Landwirtschaft – von Printpublikationen über Onlinedienste und Öffentlichkeitsarbeit bis hin zu Marktinformationen und Statistik. Ziel ist es, durch unabhängige und objektive Information ein besseres Verständnis moderner Landwirtschaft zu fördern und einen Beitrag zum gesellschaftlichen Dialog über Landwirtschaft zu leisten.

Tierwohl: Beeinflusst die moralische Haltung die Zahlungsbereitschaft der Konsumenten?

Welche Menschen sind es, die für höhere Tierwohl-Standards bereit sind, an der Supermarktkasse mehr für Eier und Fleisch zu zahlen? Erstmals haben Wissenschaftler der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) in einer Studie untersucht, ob und welche moralischen Haltungen beim Konsum zu Grunde liegen. Die überraschenden Ergebnisse: Es gibt einen großen Wertepluralismus in der Bevölkerung. Und es gibt zahlreiche Menschen, die zwar nichts zahlen wollen, sich aber dennoch um das Wohl von Tieren sorgen. Diese sehen aber vor allem die Politik in der Pflicht, in dieser Sache tätig zu werden und nicht den Konsumenten. Die Studie ist in der Fachzeitschrift "PLOS ONE" erschienen. Näheres hier: https://pressemitteilungen.pr.uni-halle.de/index.php?modus=pmanzeige&pm_id=2929

8. Hessischer Grundschultag sehr gut besucht
8. Hessischer Grundschultag sehr gut besucht

Fast 1.900 Schülerinnen und Schüler der 3. und 4. Klassen fanden sich Ende August auf Gut Neuhof in Dreieich-Götzenhain ein. Alle zwei Jahre wird dort der Hessische Grundschultag für Schulen aus dem gesamten Kreisgebiet vom Kreis Offenbach gemeinsam mit dem Amt für den ländlichen Raum Bad Homburg und der Stadt Dreieich veranstaltet. An mehr als 75 Stationen konnten die Kinder interessante und spannende Aktionen rund um Landwirtschaft, Ernährung, Umwelt und Forst erleben und die Hessische Milchkönigin Laura I. kennenlernen.

„Auch Kinder im ländlichen Raum wissen oft nicht, wie Milch produziert wird, wie Ferkel aufwachsen und woher das Getreide kommt“, erklärte Karsten Schmal, Präsident des Hessischen Bauernverbandes und Vorsitzender der Landesvereinigung Milch Hessen, auf dem Hofgut. Daher seien solche Veranstaltungen wichtig, um den Schülerinnen und Schülern die heimische Landwirtschaft näher zu bringen. Der Grundschultag im Kreis Offenbach könne für andere Kreise Vorbild sein, sagte Schmal.

Verschiedene Verbände und Organisationen beteiligten sich an der Veranstaltung und boten den rund 90 Schulklassen ein abwechslungsreiches Programm. Rund um das gesunde Frühstück ging es am Stand des Landfrauenverbandes Hessen: An einer Flockenquetsche wurden Haferflocken gequetscht, die die Kinder mit einem Rezept für ein Müsli mit nach Hause nehmen konnten. In der Fühlbox galt es, verschiedene Obst- und Gemüsesorten zu ertasten. Bei der Hessischen Landjugend stand das Getreide im Mittelpunkt. Die Dritt- und Viertklässler lernten die verschiedenen Getreidesorten kennen und konnten einen Schlepper mit Sämaschine anschauen und erfahren, wie das Getreide wächst. Zum Schluss wurde in einer Getreidemühle aus dem Korn Mehl gemahlen. Beim Kompetenzzentrum HessenRohstoffe des Landesbetriebs Landwirtschaft Hessen drehte sich alles um nachwachsende Rohstoffe und vor allem die Ölpflanzen: Die Schulkinder tauchten mit den Händen in ein Becken aus Rapskörnern und lernten nebenbei viel über die vielfältigen stofflichen und energetischen Verwendungsmöglichkeiten der heimischen Ölsaaten. An der Rapspresse wurde dann noch kräftig mit angepackt bei der Rapsölherstellung und der Presskuchen anschließend an die Hühner am Nachbarstand verfüttert – Reststoffverwertung ganz praktisch gelernt!

Für die Lehrkräfte gab es ergänzende Informationen und Anregungen für die Arbeit im Unterricht. Am Gemeinschaftsstand des Landesbetriebs Landwirtschaft Hessen und der Landesvereinigung Milch Hessen erhielten die Pädagogen eine Info-Tasche mit vielfältigen Unterrichtsmaterialien, unter anderem auch zur hessenweiten Initiative „Bauernhof als Klassenzimmer“.

Seiten

Hessen-Suche