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24 landwirtschaftliche Betriebe öffnen sich als Klassenzimmer

HILDERS-BATTEN/NEUHOF (lr). Klassenzimmer unter freiem Himmel: Im Landkreis Fulda bieten 24 landwirtschaftliche Betriebe Kindern Einblick in den Alltag auf dem Bauernhof.

Neu in dem Projekt, das im Jahr 2000 im Landkreis Fulda etabliert wurde und durch den Fachdienst Landwirtschaft des Landkreises Fulda begleitet wird, sind der Hof der Familie Zentgraf in Batten und der Imkerverein Neuhof. Beide erhielten jetzt das Partnerschild durch Vizelandrat  Frederik Schmitt. 

Ob Haupt- oder Nebenerwerbler, Milchviehhalter, Ackerbauern oder Biogasanlagenbetreiber – sie alle zeigen Kindergarten- oder Schulkindern, was auf den Weiden, Wiesen, Äckern oder Stallungen getan werden muss, um wertvolle Lebensmittel zu produzieren.140 Gruppen erkunden jedes Jahr die Partnerbetriebe in der Region. „Schön, dass auch Sie jetzt dabei sind“, sagte Frederik Schmitt und machte deutlich, dass er den Lernort Bauernhof für wichtiger denn je erachtet. „Dieser Einblick in den Alltag des bäuerlichen Wirtschaftens ist viel mehr als das Erleben, wie Lebensmittel entstehen. Letztlich sind diese Erfahrungen die Basis für eine umfassende Umwelt- und Verbraucherbildung. Jedes Grundschulkind im Landkreis sollte einmal einen solchen Bauernhoftag erleben.“ Das unterstrichen auch Christian Hartmann vom Vorstand des Kreisbauernverbandes Fulda-Hünfeld und Rieke Trittin vom Landkreis Fulda.

Matthias Zentgraf präsentierte seinen Familienbetrieb, der im Wesentlichen zwei Standbeine hat: Die Zentgrafs bauen rund drei Hektar Kartoffeln an – mit zehn Sorten beliefern sie  Gastronomie und Einzelhandel. Zudem betreibt die Familie eine Schweinemast: 60 Schweine werden mit gedämpften Kartoffeln gefüttert. Auf diese Weise können alle Kartoffel-Abfälle verwertet werden.

Für den Imkerverein Neuhof nahm der zweite Vorsitzende, Udo Möller, das Hofschild entgegen. Die Imker verfügen in Neuhof seit kurzem über einen Lehrbienenstand. Zehn Bienenvölker und verschiedene Blühflächen stehen für die pädagogischen Führungen zur Verfügung. Die Themen reichen von den Aufgaben eines Imkers im Jahresverlauf über die Lebensweise der Bienen bis hin zu Produkten.

Auf dem Hof Zentgraf (von links): Frederik Schmitt, Celine, Matthias, Luis und Lisa Zentgraf, Christian Hartmann, Udo Möller und Rieke Trittin. Foto: Sebastian Mannert

Weltschulmilchtag

Im Rahmen des EU-Schulprogramms werden Bauernhofbesuche gefördert

Am 25. September findet der 20. Weltschulmilchtag statt. Seit dem Jahr 1999 wird der „World School Milk Day“ auf Initiative der Welternährungsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) jeweils am letzten Mittwoch im September weltweit gefeiert mit dem Ziel, auf die Wichtigkeit von Milch in der Ernährung von Kindern und Jugendlichen hinzuweisen. Aufgrund der gesundheitlichen Bedeutung von Milch speziell für Kinder fördert die Europäische Union (EU) seit Jahren die vergünstigte Abgabe von Milch in Schulen und vorschulischen Bildungseinrichtungen im Rahmen des EU-Schulprogramms. Einrichtungen, die Schulmilch beziehen können übrigens für Fahrtkosten, die beim Besuch eines Bauernhofs entstehen, eine Kostenübernahme beantragen.

https://bak.hessen.de/service/f%C3%B6rderm%C3%B6glichkeiten/f%C3%B6rderung-von-bauernhofbesuchen-f%C3%BCr-schulen-und-vorschulische

BaK auf der Tierschau Bad Vilbel
64. Bezirkstierschau in Bad Vilbel

Auch in diesem Jahr kamen wieder zahlreiche Besucher zur Tierschau des Vilbeler Marktes. Neben Rindern, Pferden, Ponys, Alpakas, Kaninchen, Hühnern und dem traditionellen Preisbullen gab es rund um das Richtgelände noch mehr zu sehen: So präsentierten verschiedene Direktvermarkter ihre Produkte. Und an den Ständen des Regionalbauernverbandes Wetterau-Frankfurt am Main e.V., des Fachdienstes Landwirtschaft des Wetteraukreises, des Landesbetriebs Landwirtschaft Hessen sowie der Landesvereinigung Milch Hessen e.V. konnten sich die Besucher rund um das Thema Landwirtschaft informieren, eine Holzkuh melken, Butter aus Sahne schütteln, verschiedene Getreidesorten und Saaten bestimmen sowie Heu, Stroh und Mais in einer Box ertasten. „Wir möchten den Verbrauchern die Landwirtschaft näher bringen“, erklärte Tanja Lotz, die seit vielen Jahren den Stand der Landesvereinigung bei der Tierschau betreut. An den Informationsständen erhielten die Besucher auch Hinweise zur Initiative „Bauernhof als Klassenzimmer“ und erfuhren, wo man mit Schulklassen oder Kindergartengruppen einen landwirtschaftlichen Betrieb besuchen kann.

 Neue Etappe der Hessischen Milch- und Käsestraße ‚Das Lahntal‘ eröffnet
Neue Etappe der Hessischen Milch- und Käsestraße ‚Das Lahntal‘ eröffnet

Nachdem vor 10 Jahren der Startschuss für die erste Etappe der Hessischen Milch- und Käsestraße im Landkreis Waldeck-Frankenberg fiel, konnte gestern die sechste Etappe durch die Landkreise Gießen, Lahn-Dill, Limburg-Weilburg und Marburg-Biedenkopf eröffnet werden. Im Rahmen der Eröffnungsfeier in der Hungener Käsescheune, einem der Partnerbetriebe der neuen Etappe ‚Das Lahntal‘, begrüßte Karsten Schmal, Vorsitzender der Landesvereinigung Milch Hessen e.V., 34 Bauernhöfe, (Hof-)Molkereien und -käsereien sowie (Hof-)Cafés und Gastronomiebetriebe als Partner der Hessischen Milch- und Käsestraße. Gemeinsam mit der Hessischen Milchkönigin Laura I. überreichte er die Partnerschilder an die beteiligten Betriebe.

Wie bei den bisherigen fünf Etappen gibt es auch für den Teilabschnitt ‚Das Lahntal‘ ein Faltblatt, das detailliert über alle Partnerbetriebe und deren Angebote informiert. Der Flyer enthält außerdem eine Übersichtskarte der Region, in die neben den Betriebsstandorten zertifizierte Rad- und Wanderwege eingezeichnet sind. Die Faltblätter aller Etappen können kostenlos bei der Landesvereinigung Milch Hessen e.V., die die Hessische Milch- und Käsestraße initiiert hat, bestellt oder unter www.hessische-milch-und-kaesestrasse.de heruntergeladen werden.

Bei der Eröffnungsfeier erhielten zwei Bauernhöfe neben dem Hofschild der Hessischen Milch- und Käsestraße auch das Partnerschild der hessenweiten Initiative „Bauernhof als Klassenzimmer“: Der Muschenheimer Weidehof aus Lich-Muschenheim im Landkreis Gießen und die Seelbacher Ziegenkäserei aus Lohra-Seelbach im Landkreis Marburg-Biedenkopf bieten für Schulklassen und Kindergärten Bauernhofbesuche an und gewähren als außerschulische Lernorte Einblicke in die Landwirtschaft. 

Präsentation der Ergebnisse „Bauernhof als Klassenzimmer - ethnographische Analysen“

An der Justus-Liebig-Universität in Gießen in Kooperation mit der hessenweiten Initiative „Bauernhof als Klassenzimmer“ wurde ein Seminar mit Lehramtsstudierenden umgesetzt, das sich mit dem Bauernhof als außerschulischem Lernort befasste. Im Rahmen des Seminars „Bauernhof als Klassenzimmer - ethnographische Analysen“ haben Studierende, natur- und tiergestützte Bildungsprozesse auf dem Bauernhof ethnographisch, d.h. durch Beobachtung, analysiert und zu diesem Zweck in Kleingruppen an Besuchen von Schulklassen und Kindergruppen auf Bauernhöfen teilgenommen.

Die Ergebnisse des Seminars wurden am 29.06.2019 am Philosophikum II der JLU Gießen durch die Lehramtsstudierenden vorgestellt.

Weitere Informationen werden später bekannt gegeben.

Kontakt:

Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut für Soziologie
Professur für Soziologie mit Schwerpunkt Sozialisation und Bildung
Dr. Katharina Ameli
Tel.: 0641 /99-23211 oder -38755
E-Mail: Katharina.Ameli@erziehung.uni-giessen.de

Bauernhof als Klassenzimmer auf der Fachtagung des Ganztagsschulverbandes
Bauernhof als Klassenzimmer bei der Fachtagung des Ganztagsschulverbandes

Bei der Fachtagung des Ganztagsschulverbandes - Landesverband Hessen in Marburg informierte die Landesvereinigung Milch Hessen über den Bauernhof als außerschulischen Lernort für die Ernährungsbildung und gab Tipps für einen Bauernhofbesuch. Die Teilnehmenden hatten die Möglichkeit, kostenlos Unterrichtsmaterialien zur Ernährungs- und Agrarbildung mitzunehmen und sich über das Projekt "Bauernhof als Klassenzimmer" zu informieren.

Landwirtschaft und Klimaschutz bei Hofführungen innerhalb von BaK

Der Klimawandel ist für unsere heutige Gesellschaft eine der zentralen Herausforderungen. Seine Auswirkungen betreffen unsere Umwelt genauso wie uns Menschen. Daher ist klimabewusstes Handeln auf allen Ebenen – in der Lebensmittelproduktion genauso wie bei deren Verbrauch - wichtig, um positiv auf den Klimawandel Einfluss zu nehmen.
 

Aus diesem Grund wurde im März 2017 von der Hessischen Landesregierung der „Integrierte Klimaschutzplan Hessen 2025“ (iKSP) auf den Weg gebracht, bei dem die Klimabildung als prioritäre Maßnahme aufgenommen wurde. Sie soll als Querschnittsaufgabe in allen Bereichen des Klimaschutzes und der Klimawandelanpassung Beachtung finden. Dabei ist es wichtig, Zusammenhänge und Wirkungen des eigenen Handelns zu verdeutlichen. Gerade bei Kindern und Jugendlichen kann hier ein Verantwortungsbewusstsein aufgebaut werden. Landwirtschaftliche Betriebe können als außerschulische Lernorte dazu beitragen, das oftmals diskutierte Thema Landwirtschaft und Klimaschutz gerade bei ihren BaK-Angeboten anzusprechen, um Kindern und Jugendlichen die Gesamtzusammenhänge be“greiflich“ zu machen.

Die Hessische Landesregierung will Sie als Landwirtinnen und Landwirte dazu ermutigen, Kindern und Jugendlichen, die zu Ihnen auf den Betrieb kommen, leicht und verständlich zu erklären, wie sie als zukünftige Verbraucherinnen und Verbraucher das Klima beeinflussen können und welche Chancen sich hieraus ergeben. Stichworte wie Regionalität, Saisonalität und natürliche Standortbedingungen lassen sich vereinfacht schon den Kleinsten vermitteln.
 

Und wie genau können Sie das umsetzen?
 

Im Rahmen des iKSP 2025 stellt das Land Hessen Fördergelder für Fortbildungen zum Thema Landwirtschaft und Klimaschutz und deren Umsetzung auf dem eigenen Betrieb im Sinne einer Bildung für nachhaltige Entwicklung und zur Durchführung von Hofführungen bereit. Diese Schulung und das Erstellen eines Konzeptpapiers für die Umsetzung auf dem eigenen Betrieb ist Voraussetzung, um eine finanzielle Förderung für Hofbesuche (pro Hofbesuch erhalten landwirtschaftliche Betriebe 100 Euro, Höchstfördersatz 4.000 Euro) im Rahmen des iKSP 2025 beantragen zu können. Landwirtinnen und Landwirte, die die Schulung bereits 2017 besucht haben, können das ihnen bereits zugesandte Konzeptpapier direkt einreichen.
 

Für die organisatorische Abwicklung dieser Maßnahme ist seit dem 01. Januar 2019 Ansprechpartner:

Hessischer Bauernverband e.V.
Frau Dr. Miriam Bienau
Taunusstraße 151
61381 Friedrichsdorf
Tel.: 06172 – 7106196
E-Mail: m.bienau@agrinet.de
 

Voraussetzungen für die Förderung sind:

  1. Antragsteller kann jeder landwirtschaftliche Betrieb in Hessen sein
  2. Teilnahme an einer BaK-Klimaschutz-Schulung
  3. Einreichung eines Konzepts an den Hessischen Bauernverbands
     

Wenn diese Voraussetzungen erfüllt sind, erhalten Sie vom Hessischen Bauernverband die Antragsformulare für die Beantragung von Fördermitteln. Alle weiteren Details zu den Antrags- und Fördermodalitäten erhalten Sie in der Fortbildung selbst.
 

Die Fortbildung ist für hessische BaK-Partnerbetriebe kostenlos.

 

Weitere Fortbildungen finden im Laufe des Jahres statt.
 

Neuer Verbraucher-Newsletter

Viele Verbraucherinnen und Verbraucher interessieren sich für die Herkunft von Lebensmitteln und wie sie produziert werden. Auch die Erwartungshaltung an die Landwirtschaft wächst stetig. Trotzdem haben nur wenige ein realistisches Bild davon, wie Landwirtinnen und Landwirte heute arbeiten. Mit einem neuen Verbraucher-Newsletter will das Bundesinformationszentrum Landwirtschaft (BZL) das Informationsbedürfnis zu aktuellen Themen der Landwirtschaft stillen und helfen, Wissenslücken zu schließen.

Ab dem 16. Oktober informiert der BZL-Verbrauchernewsletter monatlich über interessante Neuigkeiten aus der Landwirtschaft. Wie funktioniert Landwirtschaft heute, welche aktuellen Entwicklungen – von Glyphosat über Dürre bis hin zur Ferkelkastration – beschäftigen Landwirte und was bedeutet das für die Verbraucher? Landwirtschaftliche Themen werden einfach, verbrauchergerecht und neutral aufbereitet und verständlich präsentiert. Die Anmeldung ist möglich unter http://www.bzfe.de/newsletter/lt.php?tid=z6vLCpHtHq6TtOo4oE2rzhtDzeA4o2M...

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Der Newsletter gibt einen kompakten Überblick, präsentiert Zahlen und Fakten mit Aha-Effekt und gibt Verbraucherinnen und Verbrauchern Tipps, wo sie sich – online oder vor Ort – hautnah über Landwirtschaft informieren oder aktiv daran teilnehmen können. Denn wer mehr weiß, kann auch Lebensmittel und ihre Produktion mehr wertschätzen – und beim Einkauf zum Beispiel landwirtschaftliche Betriebe, die umweltverträglicher und tiergerechter wirtschaften, bewusst honorieren.

Der BZL-Newsletter ist damit eine Ergänzung zum Internetportal http://www.bzfe.de/newsletter/lt.php?tid=nXBEOSDXvPOem6uGbCxkQBtDzeA4o/M...

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http://www.bzfe.de/newsletter/lt.php?tid=uSJfizuMOdCN3n3ErpAqdRtDzeA4o5M...

Hintergrundinformation:

Das Bundesinformationszentrum Landwirtschaft (BZL) ist der neutrale und wissensbasierte Informationsdienstleister für den gesamten Agrarbereich.

Es entstand im Februar 2017 durch die Integration des ehemaligen aid infodienst e. V. (aid) in die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE). Das BZL befasst sich mit der Erhebung, Aufbereitung und Vermittlung von Daten und Informationen rund um das Thema Landwirtschaft – von Printpublikationen über Onlinedienste und Öffentlichkeitsarbeit bis hin zu Marktinformationen und Statistik. Ziel ist es, durch unabhängige und objektive Information ein besseres Verständnis moderner Landwirtschaft zu fördern und einen Beitrag zum gesellschaftlichen Dialog über Landwirtschaft zu leisten.

Tierwohl: Beeinflusst die moralische Haltung die Zahlungsbereitschaft der Konsumenten?

Welche Menschen sind es, die für höhere Tierwohl-Standards bereit sind, an der Supermarktkasse mehr für Eier und Fleisch zu zahlen? Erstmals haben Wissenschaftler der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) in einer Studie untersucht, ob und welche moralischen Haltungen beim Konsum zu Grunde liegen. Die überraschenden Ergebnisse: Es gibt einen großen Wertepluralismus in der Bevölkerung. Und es gibt zahlreiche Menschen, die zwar nichts zahlen wollen, sich aber dennoch um das Wohl von Tieren sorgen. Diese sehen aber vor allem die Politik in der Pflicht, in dieser Sache tätig zu werden und nicht den Konsumenten. Die Studie ist in der Fachzeitschrift "PLOS ONE" erschienen. Näheres hier: https://pressemitteilungen.pr.uni-halle.de/index.php?modus=pmanzeige&pm_id=2929

8. Hessischer Grundschultag sehr gut besucht
8. Hessischer Grundschultag sehr gut besucht

Fast 1.900 Schülerinnen und Schüler der 3. und 4. Klassen fanden sich Ende August auf Gut Neuhof in Dreieich-Götzenhain ein. Alle zwei Jahre wird dort der Hessische Grundschultag für Schulen aus dem gesamten Kreisgebiet vom Kreis Offenbach gemeinsam mit dem Amt für den ländlichen Raum Bad Homburg und der Stadt Dreieich veranstaltet. An mehr als 75 Stationen konnten die Kinder interessante und spannende Aktionen rund um Landwirtschaft, Ernährung, Umwelt und Forst erleben und die Hessische Milchkönigin Laura I. kennenlernen.

„Auch Kinder im ländlichen Raum wissen oft nicht, wie Milch produziert wird, wie Ferkel aufwachsen und woher das Getreide kommt“, erklärte Karsten Schmal, Präsident des Hessischen Bauernverbandes und Vorsitzender der Landesvereinigung Milch Hessen, auf dem Hofgut. Daher seien solche Veranstaltungen wichtig, um den Schülerinnen und Schülern die heimische Landwirtschaft näher zu bringen. Der Grundschultag im Kreis Offenbach könne für andere Kreise Vorbild sein, sagte Schmal.

Verschiedene Verbände und Organisationen beteiligten sich an der Veranstaltung und boten den rund 90 Schulklassen ein abwechslungsreiches Programm. Rund um das gesunde Frühstück ging es am Stand des Landfrauenverbandes Hessen: An einer Flockenquetsche wurden Haferflocken gequetscht, die die Kinder mit einem Rezept für ein Müsli mit nach Hause nehmen konnten. In der Fühlbox galt es, verschiedene Obst- und Gemüsesorten zu ertasten. Bei der Hessischen Landjugend stand das Getreide im Mittelpunkt. Die Dritt- und Viertklässler lernten die verschiedenen Getreidesorten kennen und konnten einen Schlepper mit Sämaschine anschauen und erfahren, wie das Getreide wächst. Zum Schluss wurde in einer Getreidemühle aus dem Korn Mehl gemahlen. Beim Kompetenzzentrum HessenRohstoffe des Landesbetriebs Landwirtschaft Hessen drehte sich alles um nachwachsende Rohstoffe und vor allem die Ölpflanzen: Die Schulkinder tauchten mit den Händen in ein Becken aus Rapskörnern und lernten nebenbei viel über die vielfältigen stofflichen und energetischen Verwendungsmöglichkeiten der heimischen Ölsaaten. An der Rapspresse wurde dann noch kräftig mit angepackt bei der Rapsölherstellung und der Presskuchen anschließend an die Hühner am Nachbarstand verfüttert – Reststoffverwertung ganz praktisch gelernt!

Für die Lehrkräfte gab es ergänzende Informationen und Anregungen für die Arbeit im Unterricht. Am Gemeinschaftsstand des Landesbetriebs Landwirtschaft Hessen und der Landesvereinigung Milch Hessen erhielten die Pädagogen eine Info-Tasche mit vielfältigen Unterrichtsmaterialien, unter anderem auch zur hessenweiten Initiative „Bauernhof als Klassenzimmer“.

Förderung für Schulmilch erhöht: Günstigere Preise für Schulen und Kindergärten

Seit 1. August können hessische Schulen und vorschulische Bildungseinrichtungen Schulmilch zu deutlich günstigeren Konditionen beziehen. Zum Schuljahresbeginn wurde in Hessen die Förderung für Milch, Joghurt, Quark und Käse, die im Rahmen des Europäischen Schulprogramms an Kinder und Jugendliche in Schulen und vorschulischen Bildungseinrichtungen abgegeben werden, erhöht und die Höchstverkaufspreise gesenkt.

Alle Produkte mit Schulmilch kosten jetzt weniger als im vorangegangenen Schuljahr. So sank zum Beispiel der Höchstverkaufspreis für Schulmilch im Kleingebinde (0,2 bis 0,25 Liter) um fünf Cent und liegt jetzt für konventionelle Milch bei 0,20 Euro, für Bio-Milch bei 0,30 Euro. Bei Milch im Großgebinde (1 Liter und mehr) gab es eine Absenkung um 15 Cent: Der Höchstverkaufspreis für fettarme Milch beträgt nun pro Liter 0,32 Euro für konventionelle Milch und 0,46 Euro für Bio-Milch. Für Vollmilch liegt der Preis bei 0,40 Euro für konventionelle Milch und 0,57 Euro für Bio-Milch. 


Eine Übersicht der aktuell gültigen Höchstverkaufspreise aller förderfähigen Schulmilchprodukte sowie ausführliche Informationen zur Schulmilchförderung in Hessen finden Sie auf der Homepage der Landesvereinigung Milch Hessen e.V., die in
Hessen Koordinationsstelle für Schulmilch ist: http://milchhessen.de/schumi_foerderung .

Die neue und die alte Hessische Milchkönigin
11. Hessische Milchkönigin kommt aus dem Landkreis Groß-Gerau

Laura Burger heißt die Hessische Milchkönigin für die Amtszeit 2018 bis 2020, die heute auf der Landesgartenschau in Bad Schwalbach in ihr Amt eingeführt wurde. Die 23-jährige Landwirtin kommt aus Trebur im Landkreis Groß-Gerau. Hier
bewirtschaften ihre Eltern gemeinsam mit ihrem Bruder einen Bauernhof mit Milchviehhaltung. Laura I., die seit Beendigung ihrer Ausbildung auf einem Milchviehbetrieb in Nauheim arbeitet und hier für die Versorgung der 80 Fleckviehkühe zuständig ist, übernimmt das Amt von Sarah I. aus Gudensberg im Schwalm-Eder-Kreis. Nach 752 Tagen als Hessische Milchkönigin zieht die Nordhessin eine positive Bilanz: „139 Termine mit tollen Menschen, die ich kennen lernen durfte, 139 Termine bei
denen ich Erfahrungen sammeln konnte, 139 Termine als Milchkönigin mit Spaß und Leidenschaft und keiner der 139 Termine war zu viel!“

Karsten Schmal dankte als Vorsitzender der Landesvereinigung Milch Hessen, die im Jahr 2000 das Amt der Milchkönigin ins Leben gerufen hat, Sarah für ihren Einsatz: „Unsere Erwartungen, die wir in Sarah als Hessische Milchkönigin gesetzt haben, wurden mehr als erfüllt.“ Sie habe es verstanden, beim Publikum Aufmerksamkeit für das Thema Milch zu wecken. Ob in Interviews mit Fernsehen, Hörfunk und Zeitungen oder auch im persönlichen Gespräch habe sie dazu beigetragen, das Verständnis für die Arbeit der Milchbauern zu verbessern. Durch ihre kompetente und freundliche Art sei es ihr gelungen, den Menschen die Milch als hochwertiges Lebensmittel näher zu bringen. Und so möchte auch Laura I. es ihrer Vorgängerin gleichtun und
Verbrauchern zeigen, wo die Milch herkommt und welche Bedeutung sie für uns hat. Sie freue sich auf ihre zweijährige Amtszeit, in deren Verlauf sie den Kontakt zu Verbrauchern suchen wolle: „Ich stehe
gerne Rede und Antwort, um den Menschen zu zeigen, wie unsere Tiere in einem modernen Stall leben. Ich möchte Verbrauchern erklären, wie wir Milch erzeugen und warum Milch ein wichtiges Lebensmittel ist.“ Auch wenn sie aus einer Gegend Hessens komme, wo Spargel, Sonderkulturen und Ackerbau das Landschaftsbild prägen, seien Kühe und die damit verbundene Arbeit doch schon immer ihre Leidenschaft. Der elterliche Kuhstall sei in ihrer Kindheit ihr Spielplatz gewesen. Und auch heute noch ist Laura gerne im Stall: Ihre liebste Tätigkeit sei das Melken. „Täglich für die Produktion eines der wichtigsten und hochwertigsten Lebensmittel verantwortlich zu sein und meinen Teil zur Ernährung der Gesellschaft beizutragen, gibt mir
ein unbeschreibliches Gefühl“, sagte die neu gekrönte Milchkönigin in ihrer ersten Ansprache. Direkt im Anschluss an die Krönung konnten die Besucher die neue Milchkönigin in Aktion erleben: Gemeinsam mit ihrer Vorgängerin Sarah I. schwang sie in der Showküche den Kochlöffel und trat im Wettmelken gegen Hessens ehemalige Milchhoheiten an. Dabei zeigte sie, dass sie Sarah, die in ihrer Amtszeit souverän das traditionelle Wettmelken auf dem Hessentag für sich entscheiden
konnte, in nichts nachsteht. Beide hatten am Ende der 30-sekündigen Melkzeit 420 Milliliter im Eimer.

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